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Bernie Ecclestone: "Bei einigen Teams herrscht Drama"

Bernie Ecclestone

F1-Boss Bernie Ecclestone glaubt nicht, dass alle Teams rechtzeitig zum Saisonstart in Bahrain fertig werden. Außerdem überraschte der 79-Jährige mit einer revolutionären Idee, um das Überholproblem zu lösen: Ecclestone will Abkürzungen auf der Strecke.

Bernie Ecclestone ist nie um klare Worte verlegen. Auch bei der Ferrari-Saisoneröffnung sagte der F1-Boss unverblümt seine Meinung. Schon früher hatte er angedeutet, dass es mindestens zwei der neuen Teams nicht über die erste Saison schaffen. Diese Aussage präzisierte er nun noch einmal. "Ich glaube, manche haben sogar Probleme, es zum ersten Rennen zu schaffen. Da müssen wir abwarten und sehen. Wenn man diese Leute fragt, sagen sie immer alles ist gut, es gibt keine Probleme und kein Drama. Aber ich bin sicher, dass es doch Drama gibt."

Zehn solide Teams sind genug

Welche Teams am ehesten auf der Strecke bleiben, wollte der 79-Jährige nicht präzisieren. Allerdings wurde gerade erst bekannt, dass Campos Probleme haben soll, die Rechnungen bei Zulieferer Dallara zu bezahlen. Das Problem für mögliche Neueinsteiger ist laut Ecclestone eindeutig: "Es sind die Finanzen. Es ist einfach sehr schwer, Geldgeber zu finden. Vor allem in Zeiten der Finanzkrise." Allerdings sieht Ecclestone das Problem als nicht so dramatisch an. "Die Kräfte des Marktes werden das Regeln. Wir haben zehn solide und starke Teams. Das ist alles, was wir brauchen."
 
Auch zu den neuen Regeln gab er seinen Kommentar ab. "Beim Punktesystem waren wir ganz clever", erklärte der F1-Boss scherzhaft. "Es macht keinen Unterschied zu dem, was wir vorher hatten. Meiner Meinung nach sollte der Abstand zwischen dem Ersten und dem Zweiten sowie dem Zweiten und Dritten vergrößert werden, um einen Anreiz zum Überholen zu geben." Die Kritik, dass Button im vergangenen Jahr zu Beginn der Saison dann noch weiter weggezogen wäre, will Ecclestone nicht gelten lassen. "Das war ein Ausnahmefall."

Abkürzungen sollen Überholen erleichtern

Zum Problem der wenigen Überholmanöver hat der Brite ganz eigene Ansichten. "Ich habe schon viele Vorschläge gemacht, um Lösungen zu finden. Eine einfach Möglichkeit, um Überholmanöver auf jeder Strecke zu ermöglichen, wäre es, Abkürzungen zu schaffen, die jeder Fahrer fünf Mal im Rennen benutzen darf. Dann würde niemand hinter dem anderen hängen bleiben. Und die Kommentatoren im Fernsehen hätten was zum analysieren."
 
Auch in der Technik sieht der F1-Boss ein Problem. "Die Bremsen sind mittlerweile so effizient. Da könnte ich im Auto sitzen und so spät wie jeder andere bremsen. In den späten 80er Jahren kam praktisch jedes Überholmanöver auf der Bremse in die Kurve zustande."

Spannende Saison mit vier Weltmeistern

Aber auch ohne eine Lösung beim Überholproblem glaubt Ecclestone, dass uns eine spannende Formel 1-Saison bevorsteht. "Wir haben vier Weltmeister am Start. Ich kann mich kaum erinnern, wann es das das letzte Mal gegeben hat. Das ist wunderbar. Es wird bestimmt ein gutes Jahr. Es gibt eine gute Konkurrenz zwischen den Teams und innerhalb der Teams." Einen Weltmeistertipp will der Millionär im Gegensatz zu den Vorjahren nicht abgeben. "Es ist einfach so eng. Das kann man nicht sagen."

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