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Bernie Ecclestone zur Formel 1-Saison 2010

Ecclestone bremst Schumi-Hype

Bernie Ecclestone Foto: xpb 33 Bilder

Mit Bernie Ecclestone steht jetzt schon ein Sieger der kommenden Formel 1-Saison fest. Doch der F1-Boss drückt auf die Euphoriebremse. Der 79-Jährige warnt davor, zu hohe Erwartungen an Michael Schumacher zu stellen. "Der Faktor Auto bleibt unberücksichtigt."

01.03.2010 Tobias Grüner

Eigentlich müsste Bernie Ecclestone in der Winterpause einen Freudenschrei nach dem anderen ausgestoßen haben. Michael Schumacher gibt in Bahrain das Comeback des Jahres, mit Mercedes GP ist wieder ein echtes Silberpfeil-Werksteam am Start, bei McLaren fahren gleich zwei englische Weltmeister und Ferraris Verpflichtung von Fernando Alonso hat das Formel 1-Fieber in Spanien in ganz neue Dimensionen gebracht.

Mit Vermarkter Ecclestone steht ein Gewinner der kommenden Saison also schon fest. Der Rubel rollt: TV-Stationen erwarten hohe Einschaltquoten, die Rennstrecken rechnen mit  Rekordbesuchen. Doch wer Ecclestone kennt, der weiß, dass der 79-Jährige trotz solcher Nachrichten nicht gleich in Euphorie verfällt.

Hohe Erwartungshaltung an Schumi

"Der Hype um Michael war groß, und das ist auch logisch, weil er so ein Superstar ist. Die Gefahr, die ich sehe, ist die riesige Erwartungshaltung, die sich zum Saisonstart hin noch steigern wird", warnt der Brite in einem Interview mit dem "Red Bulletin". "Einerseits ist das natürlich gut. Auf der anderen Seite lässt das den Faktor Auto unberücksichtigt. Die Tests vor Saisonbeginn sagen nicht viel. Im richtigen Auto können viele Weltmeister werden. Aber wer das richtige Auto hat, kann man erst nach zwei, drei Rennen sagen."

Wenn Ecclestone noch einmal Teamchef wäre, würde er sich bei der Wahl zwischen Sebastian Vettel und Schumacher für den jüngeren der beiden entscheiden. "Wir wissen nicht, wie lang Michael das tun will, was er tun will. Sebastian wird so lang da sein, bis er alles erledigt hat; hoffentlich so lang wie Michael jetzt. Ich bin ein großer Fan von ihm."

Schumacher charmant und einzigartig

Schumacher werde laut Ecclestone oftmals als abgehoben kritisiert. Das sei er aber gar nicht. "Michael nimmt alles sportlich", sagt Ecclestone. "Der will immer und überall der Beste sein. Dabei ist er charmant und einzigartig, ein sehr netter Mensch. Nur Menschen, die ihn nicht kennen, können ihn für abgehoben halten." Fernando Alonso sei da schon ein anderer Charakter. "Er ist sehr spanisch in seinem Wesen. Ich persönlich komme gut mit ihm aus, er ist ein enger Freund. Fernando ist ein netter, sensibler, verlässlicher Mensch, der moralische Standards sehr hoch hält."

Ecclestone ist bekannt für seine väterliche Art gegenüber den Fahrern. Auch die beiden WM-Aspiranten von McLaren kennt der Engländer sehr genau. "Jenson ist Jenson", sagt Ecclestone über Jenson Button. "Für mich ist er ein Racer alter Schule. Nett, charmant, ein super Typ. Ein würdiger Weltmeister, aber ist er so talentiert wie andere, die die Krone geholt haben? Ich weiß es nicht. Das wird sich heuer im Duell mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton herausstellen."

Lewis Hamilton ist da schon ein anderes Kaliber. "Lewis ist genauso einzigartig wie seine Karriere. Sein außerordentliches Talent hat ihn dort hingebracht, wo er heute ist. Schön, dass er und seine Leute so nette Menschen sind. Diesen rassistischen Mist, als ihn Fernandos Landsleute in der gemeinsamen Zeit bei McLaren beschimpft haben, hat er gut weggesteckt. Heute steht er da drüber, und niemand denkt mehr, dass Lewis irgendwie anders als die anderen wäre."

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