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Bernie Ecclestone

Drei Autos pro Team denkbar

Foto: dpa 61 Bilder

Um einer Verkleinerung des Starterfeldes entgegenzuwirken denkt F1-Chef Bernie Ecclestone bereits über die Ausweitung auf drei Autos pro Team nach. Ein Mitfavorit für die kommende Saison ist nach Ansicht des Briten das Team BMW Sauber.

23.01.2009

"Ich setze große Hoffnungen in BMW. Sie sollten gut sein", sagte der Brite in London mit Blick auf die Ende März in Melbourne beginnende Saison. Vettel, der seine Formel-1-Karriere bei BMW-Sauber als Test- und Ersatzfahrer begann und in diesem Jahr im Red Bull antreten wird, würde Ecclestone "gern in einem McLaren mit Hamilton sehen. Oder in einem Ferrari mit Massa." Den 21-Jährigen hält er für einen "neuen Weltmeister".

"Mister Vettel ist super"

In diesem Jahr dürfte der WM-Thron für Vettel aber nicht in Reichweite sein, auch wenn Ecclestone auf eine neue Hierarchie in der Königsklasse hofft. Doch wer weiß? "Wenn Sie sich zum Beispiel das vergangene Jahr anschauen - niemand dachte an Toro Rosso und sie haben einige richtige gute Leistungen gezeigt", meinte Ecclestone und schwärmte: "Mister Vettel ist super." Am 9. Februar stellt der Red-Bull-Neuzugang aus Heppenheim seinen neuen Rennwagen vor.

"Wenn für alle die gleichen Regeln gelten, und das tun sie, dann liegt es an den Teams und den Piloten, besser zu werden oder nicht", befand Ecclestone. In Monza im vergangenen Jahr bewies Vettel sein Talent eindrucksvoll und raste als jüngster Fahrer der Geschichte zum ersten Grand-Prix-Sieg. Doch auch Landsmann Timo Glock, der 2008 im Toyota seine erste komplette Formel-1-Saison bestritt, attestierte Ecclestone eine gute WM: "Absolut."

Überrascht über Honda-Ausstieg

Sorgen um das Engagement von Glocks Arbeitgeber macht sich der Brite trotz der angespannten Wirtschaftslage derzeit nicht. "Toyota scheint glücklich im Moment und ich hoffe, dass sie gut sein werden." Glock selbst hatte in dieser Woche bei den Testfahrten in Portimao allerdings eingeräumt: "Die Krise spürt man jetzt, glaube ich, überall, auch bei uns in der Formel 1." Erfolge dürften über Toyotas Formel-1-Zukunft entscheiden. Rivale Honda enttäuschte und stieg aus.

"Um ehrlich zu sein, war ich überrascht, dass Honda sich zurückgezogen hat. Denn ich denke nicht ernsthaft, dass für sie eine große Notwendigkeit bestand zu gehen, außer Platz neun in der vergangenen Saison, der nicht besonders gut für sie war", sagte Ecclestone. Das in England beheimatete Ex-Honda-Team sucht noch immer nach einem Geldgeber für die kommende Saison. Ecclestone rechnet aber mit einem Happy End. Bis Ende Januar wollen Geschäftsführer Nick Fry und Teamchef Ross Brawn einen Käufer präsentieren.

Drei Autos pro Team als Lösung?

Sollte dies nicht gelingen, hätte sich das Starterfeld in rund anderthalb Jahren von 22 auf 18 Autos verringert. In der Vorsaison hatte bereits Super Aguri aufgegeben. Sollte die Zahl der Boliden durch weitere Rückzüge gar auf 14 absinken, wähnt Automobil-Weltverbandschef Max Mosley die Wettbewerbsfähigkeit und damit die Existenz der Formel 1 in Gefahr.

Ecclestone bekräftigte indes, dass jedes Team auch "drei Autos ins Rennen schicken könnte. Das ist auch das, was passieren wird. Wenn die Hersteller andere Rennställe mit Motoren versorgen, können sie auch selbst drei Autos ins Rennen schicken." Eine Idee, die zuvor schon BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen befürwortete. "Er hat Recht", urteilte Ecclestone.

Fahrergehälter sind Sache der Teams

Nicht festlegen wollte sich der 78 Jahre alte Milliardär beim Thema Gehaltsgrenze für Fahrer. "Wenn jeder das möchte, kann man es machen, nehme ich an", meinte Ecclestone. Er räumte aber auch ein, dass es eine Entscheidung der Rennställe sei, was sie zahlen. "Es ist Sache der Teams, ob sie zum Beispiel größere Motorhomes bauen. Wir sollten ihnen nicht sagen, wieviel sie ausgeben sollten. Wir sollten dafür sorgen, dass sie nicht viel ausgeben müssen."

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