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Bernie Ecclestone Exklusiv-Interview - Teil 1

"Nur wenig Historie bei Mercedes zu erkennen"

Bernie Ecclestone GP China 2012 Foto: xpb 41 Bilder

Bernie Ecclestone spricht im großen Exklusiv-Interview zum ersten Mal über die Details des Concorde-Abkommens mit den Teams, die Verhandlungen mit Mercedes, den geplanten Börsengang, den künftigen Rennkalender und seine Ideen für die Formel 1 der Zukunft. Teil 1: Das Concorde-Agreement.

18.04.2012 Michael Schmidt
Sie haben die ersten zwei Rennen als Zuschauer vor dem Fernsehschirm verbracht. Ihr Eindruck?

Ecclestone: Die Rennen waren gut. Ich musste die ersten beiden Rennen leider auslassen, weil ich zu Beginn des Jahres damit beschäftigt war, die Zukunft für die Teams und die Formel 1 auszusortieren. Auf der anderen Seite hatte ich als Fernsehzuschauer die Gelegenheit zu sehen, was gut ist und was schlecht.

Zum Beispiel?

Ecclestone: Wir liefern das TV-Signal, aber die einzelnen Stationen machen unterschiedliche Dinge damit. Die Qualität ist nicht immer gleich. Sky hat die ersten beiden Rennen für England produziert und einen guten Job abgeliefert. Hier in China ist die BBC dran. Mal schauen, wie die sich schlagen.

Waren die Ergebnisse von Australien und Malaysia für Sie eine Überraschung?

Ecclestone: Es war definitiv eine Überraschung für Sauber. Ich finde es schade, dass sie nicht gewonnen haben. Sie hatten es verdient. Die Rennen selbst waren toll. Sie haben alles aus dem Vorjahr auf den Kopf gestellt.

Sie haben alle mit der Ankündigung überrascht, dass Sie mit der Mehrzahl der Teams Abmachungen für die Zukunft getroffen haben. Normalerweise gehen Sie mit dem Thema Concorde-Abkommen diskreter um. Warum plötzlich diese Offenheit?

Ecclestone: So viele Leute haben dummes Zeug darüber erzählt. Deshalb wollte ich Klarheit schaffen, wo wir stehen.

Warum im Internet? Es heißt doch, Sie stünden mit den neuen Medien auf Kriegsfuß.

Ecclestone: Ich bin so modern geworden, sie können es gar nicht glauben. Ich schaue mir die Sachen sogar auf diesen iPads an, oder wie die Dinger heißen.

Wann soll das Concorde-Abkommen unter Dach und Fach sein?

Ecclestone: Vor Ende des Jahres. Wir haben die kommerziellen Aspekte geregelt. Jetzt kümmern wir uns um das Gerüst des Abkommens. Damit meine ich die Regeln und die Regelfindung.

Wird das Prinzip geändert?

Ecclestone: Es bleibt dabei. Zugehörigkeit und Erfolg werden belohnt.

Sie haben die Mehrheit auf Ihrer Seite. Wer fehlt noch?

Ecclestone: Ein paar von den kleineren Teams. Ich wollte, dass sich die Teams langfristig verpflichten. Ich habe nichts von Leuten, die Versprechungen abgeben, und dann in einem Jahr nicht mehr dabei sind.

Bekommen die Teams mehr Geld?

Ecclestone: Ja, weil wir mehr Geld einnehmen, und sie daran beteiligt sind.

Und prozentual?

Ecclestone: Es bleibt bei den Konditionen.

Früher haben Sie mit Leuten wie Ron Dennis, Frank Williams oder Jean Todt verhandelt. Heute haben wir eine neue Generation von Teamchefs. Hat es die Sache schwieriger gemacht?

Ecclestone: Es dauert ein bisschen länger für sie, bis sie verstehen worum es geht.

Sie haben die Einheit der FOTA mit Ihren alten Prinzip "Teile und Herrsche" aufgebrochen.

Ecclestone: Es war nie meine Absicht, nach diesem Prinzip zu handeln. Die Leute tun, was für sie am besten ist.

Lesen Sie hier die weiteren Teile des großen Ecclestone Interviews:

>> Teil 1: "Nur wenig Historie bei Mercedes"
>> Teil 2: "Ich kann Mercedes zu nichts zwingen"
>> Teil 3: "Rate den Teams, Anteile zu kaufen"
>> Teil 4: Formel 1 mit Grand Slam-Rennen?

In der neuen auto motor und sport-Ausgabe (Heft 10/2012) lesen Sie alles über die Hintergründe des Concorde-Abkommens und wie Bernie Ecclestone die Teams wieder über den Tisch gezogen hat.

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