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Bernie Ecclestone

Schumacher wäre Teamchef erster Klasse

Ecclestone & Schumacher Foto: Wolfgang Wilhelm 41 Bilder

Michael Schumacher denkt auch nach 20 Jahren in der Formel 1 nicht ans Aufhören.  Seine Wegbegleiter haben verschiedene Ideen für Schumis Zukunftsplanung. Nichts scheint bei Schumacher unmöglich.

23.08.2011 dpa

Bernie Ecclestone wünscht ihn sich eines Tages als Teamchef. Kategorisch ausschließen will aber auch kaum jemand, dass Michael Schumacher seine "silberne Hochzeit" mit der Formel 1 noch als Fahrer feiern könnte. "Das entscheidet alleine er", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug vor Schumachers 20-Jährigem in der Königsklasse.

Formel 1-Zampano Bernie Ecclestone hofft, dass ihm sein Zugpferd noch eine Weile erhalten bleibt. "Ich kann nicht sehen, dass Michael die Formel 1 verlässt, außer wenn er wirklich glaubt, dass das Team nicht wettbewerbsfähig ist und er denkt, dass es Zeit ist zurückzutreten", erklärte der 80-Jährige.

Ecclestone hat aber schon eine Wunschvorstellung für Schumis Zeit nach dem zweiten Rücktritt. "Er sollte ein Formel-1-Team führen. Mit seiner Erfahrung und seinem Talent wäre er erste Klasse." Sieben WM-Titel, 91 Siege, 68 Pole Positionen belegen eindrucksvoll Ecclestones Worte.

Achter Schumacher-Titel nicht unmöglich

Aber schafft Schumacher, mittlerweile 42 Jahre alt, auch noch das achte Weltmeister-Wunder? "Das fahrerische Potenzial dafür hat er bestimmt, dieses hat er in der laufenden Saison ja schon einige Male bewiesen", sagt Bruder Ralf.

Ex-Rivale Mika Häkkinen fügt hinzu: "Wenn Michael lang genug in der Formel 1 bleibt, das Rennfahrer-Feuer weiter in ihm brennt, und das Team die Leistung immer weiter steigern kann, um zu den führenden Teams aufzuschließen, dann sollte er die Möglichkeit für einen achten Titel haben."

An Donnerstag (25.8.) wird Schumacher im Fahrerlager in Spa-Francorchamps, seinem "Wohnzimmer", die Glückwünsche für seinen Ehrentag entgegennehmen. Am 25. August 1991 hatte er dort für Jordan sein Formel-1-Debüt gegeben. Ein Jahr später gewann Schumacher dort sein erstes Rennen. 90 weitere Siege folgten, der letzte liegt allerdings fast fünf Jahre (Oktober 2006) zurück.

Brawn will Auto mit WM-Potenzial bauen

Bei Mercedes schaffte er es in den bisherigen 30 Rennen seit seiner Rückkehr nicht einmal bis auf das Podest. Dennoch betont Mercedes-Teamchef Ross Brawn: "Michael ist ein großartiger Fahrer, was zudem nicht gesehen wird, ist seine Arbeit mit dem Team hinter den Kulissen, die ihn zum mehrmaligen Weltmeister gemacht hat."

Für Brawn, der an allen sieben WM-Triumphen Schumachers bei Benetton (2) und Ferrari (5) maßgeblichen Anteil hatte, ist klar, dass Formel-1-Wohl und -Wehe des Kerpeners vom seinem Rennwagen abhängen. "Wenn wir ihm ein Auto geben mit dem Potenzial, um die WM zu fahren, dann habe ich keine Zweifel, dass er in der Lage ist, seinen achten Titel zu gewinnen", betonte Brawn.

Kart-Spaß mit Sebastian Vettel in Kerpen

Gleichwohl zeigt ein Blick auf die bisherige interne Bilanz, dass sich Schumacher erstmals in seiner Karriere meist seinem Teamkollegen (Nico Rosberg) geschlagen geben muss. Dennoch will Schumacher wieder richtig durchstarten. Am Mittwoch gönnt er sich zum 50-Jährigen der Kartbahn in Kerpen-Manheim ein paar Showrunden zusammen mit Kumpel und Weltmeister Sebastian Vettel.

Nach dem Jahrestag will Schumacher dann am Sonntag im Rennen ein "Ausrufezeichen" setzen. Ein Fragezeichen wird indes noch lange bleiben, ob er womöglich auch sein 25-Jähriges in der Formel 1 feiern wird. "Bei Michael kann man nie nie sagen ...", meinte seine Managerin Sabine Kehm.

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