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Formel 1-Chef Bernie Ecclestone: US-Rennen 2012 in Austin vor Absage

David Coulthard - Showrun Austin 2011

Das für 2012 geplante Formel-1-Rennen in den USA soll laut Bernie Ecclestone wieder aus dem Kalender gestrichen werden. Der Vertrag mit Promoter Tavo Hellmund ist bereits aufgelöst.

Das US-Comeback der Formel 1 muss wahrscheinlich verschoben werden. Bernie Ecclestone steht kurz davor, den Termin aus dem Kalender zu streichen: "Ja, wird es sicher, hundertprozentig", sagte der Geschäftsführer der Formel 1 der "Press Association" auf die Frage, ob das Rennen im texanischen Austin in Gefahr sei, abgesagt zu werden.

Ecclestones Drohung kommt unmittelbar nach den Stopp der Bauarbeiten an der neuen Strecke. Die Arbeiten würden solange ausgesetzt, bis ein Vertrag fertig sei, der das Rennen 2012 auf dem Circuit of The Americas (COTA) zusichere, war in einer COTA-Pressemitteilung am Vortag erklärt worden.

Vertrag mit Promoter Tavo Hellmund aufgelöst

Ecclestone erklärte unterdessen, dass der ursprüngliche Kontrakt mit Tavo Hellmund's "Full Throttle Productions" kürzlich wegen Vertragsbruchs aufgelöst worden sei. Dieser hatte eigentlich die Rechte als Gastgeber für das Rennen.

"Wir hatten einen Vertrag mit Full Throttle Productions. Alles war unterschrieben, aber wir hatten einige Sachen offengelassen, wie zum Beispiel Termin-Daten, oder Kreditgarantien und andere Dinge, die wir bekommen sollten, aber leider nie erhalten haben", erklärte der 81-Jährige. "Wir haben sechs Monate darauf gewartet, dass er den Vertragsbruch aus der Welt schafft. Er weiß ganz genau, warum wir den Vertrag aufgelöst haben."

Ecclestone verhandelt mit COTA-Verantwortlichen

Stattdessen habe er Verhandlungen mit den Streckengründern aufgenommen, so Ecclestone. "Sie haben gesagt, dass sie einige Dinge vorhaben, aber Probleme mit Tavo (Hellmund) hätten. Sie haben gesagt, dass sie die Strecke haben und einen Vertrag mit mir abschließen wollen."

Doch bislang kam es noch nicht zu einem Abschluss. "Alles was wir wollen, sind Kreditgarantien. Wir wollen Sicherheiten für die Gelder, die sie uns bezahlen müssen", so Ecclestone. "Normalerweise bekommt man solche Kreditgarantien von einer Bank. Wenn Leute das Geld nicht haben, wird es auch schwierig mit den Kreditgarantien. Deshalb gibt es auch keinen Vertrag von uns."

Weltratsitzung am 7. Dezember

Der Staat Texas will nach den ganzen Diskussionen offenbar nicht mehr für das Startgeld bürgen. Deshalb fliegt das für den 18. November 2012 angesetzte Rennen wohl aus dem Kalender. Die endgültige Entscheidung trifft der Motorsport-Weltrat der FIA bei seiner Sitzung am 7. Dezember.

Zuletzt fand 2007 in den USA ein Formel-1-Rennen statt. Gefahren wurde damals in Indianapolis. 2013 soll es dann aber auf jeden Fall zum US-Comeback in den Kalender kommen. Dann soll die Formel 1 erstmals auf einem Stadtkurs vor der Skyline von New York fahren.

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dpa

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