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Bernie Ecclestone bald vor Gericht?

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Bernie Ecclestone - Formel 1 - GP Deutschland - 5. Juli 2013 Foto: xpb 41 Bilder

Bernie Ecclestone muss wohl bald vor Gericht. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen den 82-Jährigen erhoben. Sowohl die Behörden als auch der Formel 1-Boss selbst bestätigten den Eingang der Papiere.

17.07.2013 Tobias Grüner

Jetzt wird es eng für Bernie Ecclestone. Bis zuletzt hatte der mächtige Mann der Formel 1 noch auf eine außergerichtliche Einigung gehofft. Doch offenbar sind alle Bemühungen auf einen Vergleich gescheitert. Die Staatsanwaltschaft hat Anklage erhoben, wie Gerichtssprecherin Margarete Nötzel bestätigte.

Ecclestone bestätigt Eingang der Anklage

Auch Bernie Ecclestone selbst hat mittlerweile bestätigt, dass die Papiere aus München bei ihm eingegangen sind. "Ich habe gerade mit meinen Anwälten gesprochen und sie haben mir gesagt, dass eine Anklage eingetroffen ist. Die wird jetzt auf Englisch übersetzt", sagte der Brite gegenüber der Financial Times.

Während des Rennens am Nürburgring hatten die Strafverfolger Ecclestone noch zugesichert, dass er ungestört seinen Geschäften nachgehen kann. Nun ist es vorbei mit der Schonbehandlung. Offenbar glaubt die Staatsanwaltschaft München, nun genügend Beweise gesammelt zu haben, um den 82-jährigen F1-Chefvermarkter wegen Bestechung und Anstiftung zur Untreue vor Gericht zu bringen.

Ecclestone droht Gefängnis-Strafe

Ecclestone wird vorgeworfen, im Jahr 2005 beim Verkauf der Formel 1-Anteile durch die Bayerische Landesbank Schmiergelder an den Bänker Gerhard Gribkowsky gezahlt zu haben. Die Ankläger vermuten, dass der damalige Käufer CVC dadurch sehr günstig an die Anteile kam.

In Juristendeutsch heißt das Übersetzt: "Bestechung und Anstiftung zur Untreue im Zusammenhang mit der Verwertung des Anteilbesitzes der Bayern LB an Rechten der Formel 1." Gribkowsky war für das Annehmen und Nicht-Versteuern der Ecclestone-Millionen bereits zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Sollten sich die Vorwürfe gegen Ecclestone im Laufe des Gerichtsverfahrens erhärten, droht auch ihm eine Gefängnisstrafe. "Wir werden uns ordentlich verteidigen. Das wird ein interessanter Fall. Auch wenn es schade ist, dass es überhaupt so weit gekommen ist", sagte Ecclestone der Financial Times in einer ersten Reaktion. Gerne hätte der F1-Boss die Angelegenheit außergerichtlich gelöst. Doch dieses Spiel wollte die Münchner Staatsanwaltschaft nicht mitspielen.

Der genaue Wortlaut der Anklage wird übrigens erst öffentlich bekannt, wenn die Strafkammer über die Frage der Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden hat. Ecclestones Verteidiger haben nun noch bis Mitte August Zeit zur Anklageschrift Stellung zu nehmen. Bis dahin passiert erst einmal nichts. Die Entscheidung über die Eröffnung des Verfahrens wird sich noch bis September hinziehen, heißt es aus München.

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