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Bernie Ecclestone will aufstocken

Doppelte Punkte für drei Rennen

Bernie Ecclestone GP Singapur 2013 Foto: xpb 41 Bilder

Bernie Ecclestone hat an alle Teams einen Brief geschickt. Der Formel 1-Chef will noch einmal die Punkteregel modifizieren. Sein jüngster Vorschlag: Es soll bei den letzten drei Grand Prix doppelte Punkte geben. Die Teams sind hin und her gerissen.

29.01.2014 Michael Schmidt

Der Brief enthält Sprengstoff. Bernie Ecclestone ist ein Rennen mit doppelten Punkten nicht genug. Er hat an alle Teams einen Brief geschrieben, in dem er um Zustimmung für eine weitere Änderung des Punktesystems bittet. Statt nur beim Finale in Abu Dhabi soll es nach dem Willen von Ecclestone bei den letzten drei Rennen doppelte Punkte geben. Also auch in Austin und Sao Paulo. Dazu braucht Ecclestone Einstimmigkeit. Ob er die bekommt? Es gibt Befürworter und Bedenkenträger.

Diskussion über doppelte Punkte bei 3 Rennen

Red Bull-Teamchef Christian Horner ist kein Freund der doppelten Punkte. Vor allem, wenn sie nur für das letzte Rennen gelten. "Das wäre ziemlich viel Lotterie. Würde man für drei Rennen doppelte Punkte vergeben, wäre der Zufallsfaktor nicht so groß." Ein Reifenschaden oder ein Startcrash kann da fatale Folgen haben.
 
Wer auf die letzten vier Jahre zurückblickt, versteht warum Red Bull diese Lösung favorisiert. Das Meisterteam hatte immer den längsten Atem. Nach der Sommerpause fuhr Red Bull der Konkurrenz regelmäßig davon. Da würde man von drei Rennen mit doppelter Punktzahl profitieren.
 
Für die kleinen Teams, die am Ende der Saison die Entwicklung aus Kostengründen zurückfahren, wäre Ecclestones Vorschlag ein Problem. Sie würden im letzten Teil der WM noch weiter zurückfallen. Teams, die zu Saisonbeginn dank zuverlässiger Technik groß Punkte abgeschöpft haben, würden dafür am Ende bestraft. Das Wettrüsten würde nur noch teurer werden.

Mehr Punkte, mehr Geld in die FIA-Kasse

Dann gibt es da noch ein ganz anderes Problem. Die FIA kassiert für die Fahrerlizenzen und die Einschreibung der Teams Geld. Und zwar abhängig von der Punktezahl. Der Weltmeister muss zum Beispiel 6.000 US-Dollar pro Punkt als Startgeld abführen – zusätzlich zu einer Basissumme. Sollte da keine Sonderregelung getroffen werden, geht das für die Teams richtig ins Geld. Deshalb wollen die Teamchefs über Ecclestones Anliegen erst nachdenken, wenn das Problem mit den FIA-Gebühren geklärt ist.

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