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Bernie Ecclestone zum GP Deutschland 2015

"Chance kleiner als 50 Prozent"

Bernie Ecclestone - GP Abu Dhabi 2014 - Formel 1 - Tops & Flops Foto: xpb 41 Bilder

Das letzte Mal fiel der Grand Prix von Deutschland in der Saison 1960 aus. 55 Jahre später droht die Formel 1 wieder einen Bogen um die Auto-Nation zu machen. Bernie Ecclestone beziffert die Chance, dass die Königsklasse in diesem Jahr in Deutschland fährt auf unter 50 Prozent.

29.01.2015 Michael Schmidt

Es sieht nicht gut aus für den GP Deutschland 2015. "Die Chance, dass es in diesem Jahr einen Grand Prix in Deutschland gibt, sind kleiner als 50 Prozent", sagte Bernie Ecclestone auf Nachfrage von auto motor und sport. Eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Ecclestone setzt seinen Verhandlungspartnern keine Frist, mahnt aber an: "Wenn wir bis Mitte Februar, Anfang März zu keiner Einigung kommen, wird es schwer."

Keine Tickets für den GP Deutschland 2015

Bis jetzt ist wegen der unsicheren Lage noch kein einziges Ticket verkauft. Normalerweise nutzen die Veranstalter das Weihnachtsgeschäft um den Absatz anzukurbeln. Dem Nürburgring macht Ecclestone wenig Hoffnung: "Es sieht so aus, als könnten die sich die Formel 1 nicht mehr leisten. Der Staat oder das Land geben nichts mehr dazu."

Hockenheim wäre zwar prinzipiell bereit einzuspringen, doch zu welchen Konditionen? Der bis 2018 laufende Vertrag sieht einen Grand Prix nur alle zwei Jahre vor. "Für dieses Jahr müssten wir einen neuen Vertrag abschließen", zieht Ecclestone die Daumenschrauben eine Umdrehung fester an.

Steigender Dollar verteuert den Grand Prix

Mit dem aktuellen Vertrag braucht Hockenheim rund 60.000 Zuschauer, um aus dem Schneider zu sein. 2014 strömten nur 52.000 Besucher ins Motodrom, und die Strecke blieb auf einem Verlust von 2,5 Millionen Euro sitzen.

Dazu kommt, dass der Dollar gegenüber dem Euro in den letzten Wochen kräftig gestiegen ist. Da die Antrittsgebühr in Dollar berechnet wird, ist der Grand Prix bei gleichbleibender Summe seit Dezember um über 200.000 Euro teurer geworden. Dieses Risiko kann und will Hockenheim nicht in jedem Jahr eingehen. Deshalb ist auch der Verhandlungsspielraum begrenzt. Da schwingt die Hoffnung mit, dass die Industrie helfend einspringt.

Für Mercedes wäre der Wegfall des GP Deutschland ein schwerer Schlag. Erfolge auf heimischen Boden sind besonders attraktiv. Das ohnehin schwindende Motorsportinteresse im eigenen Land wird weiter befeuert. In diesem Jahr gäbe es für die deutschen Fans einen zusätzlichen Anreiz. Sebastian Vettel versucht im Ferrari die Geschichte von Michael Schumacher neu zu schreiben.

Deutschland wäre nicht das erste Traditionsrennen, das aus dem Kalender fliegt. Frankreich erwischte es schon vor 6 Jahren. Der letzte Grand Prix in Magny-Cours fand 2008 statt. Frankreich konnte den Verlust damals leicht verschmerzen. Es gab weder einen erfolgreich Fahrer, noch ein siegfähiges Team. Renault befand sich damals bereits auf dem Abstieg.

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