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Bernie Ecclestones Coup

Doppelspitze mit Montezemolo

Ecclestone & Montezemolo - Formel 1 - GP Spanien - 11. Mai 2013 Foto: xpb

Bernie Ecclestone bleibt der Boss. Der große Zampano der Formel 1 hat damit einen internen Machtkampf gewonnen. Er ist zurück im Vorstand der Formel 1-Holding und behält seine Rolle als Chefvermarkter. Doch Ecclestone wird nicht mehr alleine an der Front kämpfen. Ex-Ferrari-Chef Luca di Montezemolo soll ihm dabei helfen.

19.12.2014 Michael Schmidt

Bernie Ecclestone regiert weiter sein Reich. Wie CVC kürzlich bestätigte, wurde der 84-jährige Engländer zurück in den Vorstand berufen und als Geschäftsführer der Formel 1-Holding bestätigt. Der mit 35,1 Prozent größte Aktionär der Formel 1 hatte den Paten der Königsklasse vor einem Jahr formal seiner Ämter enthoben. Ecclestone sah damals einem Prozess vor dem Landgericht München wegen angeblicher Bestechung und Anstiftung zur Untreue beim Verkauf der Formel 1-Aktien im Jahr 2005 entgegen.

Der große alte Mann wurde im September aber gegen Zahlung einer Summe von 100 Millionen Dollar wegen dünner Beweislage freigesprochen. Doch in der Zwischenzeit haben bei CVC viele Heckenschützen an Ecclestones Posten gesägt. Immer wieder wurden mögliche Nachfolger für Bernie gehandelt. Der Marketing-Experte Zak Brown ebenso wie der frühere Vorstand des Spirituosen-Konzerns Diageo Paul Walsh. Ecclestone selbst brachte seine Hausjustitiarin Sache Woodward-Hill ins Gespräch.

Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen

Das ist inzwischen kalter Kaffee. Bernie Ecclestone sitzt wieder fest im Sattel. Doch er soll in Zukunft nicht mehr ganz allein regieren. CVC-Chef Donald Mackenzie sorgt sich um die Nachfolge seines wichtigsten Angestellten, sollte Bernie einmal nicht mehr in der Lage sein, die Geschäfte zu führen. Ecclestone selbst hielt es nie für nötig, einen Nachfolger einzuarbeiten. Der große alte Mann der Formel 1 lässt sich ungern in die Karten schauen. Außerdem ist er der Meinung: "Wer mir einmal folgt, wird die Geschäfte auf seine Art führen. Jeder hat seine eigene Handschrift. Diesen Job kann man nicht lernen."

Ecclestone glaubt, dass sich die Verantwortung in Zukunft auf mehrere Schultern verteilen wird. Das will CVC offenbar jetzt schon üben. Für das Feld "neue Medien" wurde bereits eine eigene Abteilung gegründet. Und Chefbroker Bernie soll sich in Zukunft die Last mit einem Kompagnon teilen.

Gerüchten zufolge hat der kleine Mann vom Princes Gate einen klaren Favoriten. Luca di Montezemolo soll mit ihm die Formel 1-Geschicke leiten. Deshalb wurde der frühere Ferrari-Chef auch in den Aufsichtsrat der Formel 1-Holding zurückgeholt. Montezemolo ist Ecclestone lieber als CVC-Wunschkandidat Paul Walsh. Er kennt den charismatischen Italiener seit 40 Jahren. Und Montezemolo kennt ihn. Nur so kann eine Doppelspitze funktionieren.

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