Die Affäre um Adrian Sutils Disco-Streit in Shanghai ist mit dem Richterspruch im Münchner Amtsgericht noch nicht beendet. Wie die "Bild" berichtet, kommt es zum Berufungsverfahren. In der zweiten Instanz muss nun das Landgericht München entscheiden.
Staatsanwaltschaft will höhere Strafe für Sutil
Sutil hat gegen das erste Urteil Rechtsmittel eingelegt. Er will die 18 Monate auf Bewährung und die 200.000 Euro Geldstrafe wegen schwerer Körperverletzung nicht akzeptieren. Wenn es dumm läuft, könnte es auch noch schlimmer kommen. Auch die Staatsanwaltschaft hat sich um das Berufungsverfahren bemüht. Sie hätte gerne eine höhere Strafe.
Dabei war Richterin Christiane Thiemann beim ersten Prozess nur drei Monate unter der Forderung von Staatsanwältin Nicole Selzam geblieben, die 21 Monate auf Bewährung und 300.000 Euro gefordert hatte.
Es wird interessant, ob Sutils Kumpel Lewis Hamilton dieses Mal aussagen wird, oder ob wieder wichtige McLaren-Termine dazwischen kommen. Der Brite saß am 17. April um 2:47 Uhr direkt neben Sutil auf einer Couch, als dieser den Mitbesitzer des Lotus-Renault-Teams mit einem Glas am Hals verletzte. Angeblich kann sich Hamilton an nichts mehr erinnern.
Wenn Sutil mit einer milderen Strafe aus dem Berufungsverfahren gehen will, muss er neue Beweise vorlegen. Vor allem das Gutachten des medizinischen Experten hatte den Deutschen im ersten Verfahren schwer belastet. Danach soll Sutil das Champagner-Glas im rechten Winkel auf den Hals von Lux gestoßen haben. Die Richterin schloss damit eine unabsichtliche Verletzung durch einen einfachen Schubser aus.





