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Bewerber um Ferrari-Cockpit

"Viele Fahrer warten auf Siegerauto"

Romain Grosjean - GP Belgien 2015 Foto: xpb 27 Bilder

Auf das Cockpit von Kimi Räikkönen bei Ferrari hatten mehrere Fahrer spekuliert. Auf die Bestätigung des Finnen für ein weiteres Jahr wurde entsprechend ernüchtert reagiert. Wir haben die Stimmen der erfolglosen Bewerber gesammelt.

20.08.2015 Tobias Grüner

Es gibt nicht viele Autos, mit denen man aktuell Rennen gewinnen kann. Die beiden Mercedes-Cockpits sind langfristig besetzt. Bei Red Bull setzt man auf den eigenen Nachwuchs. Und bei Ferrari ist mit Sebastian Vettel die Nummer 1 gesetzt.

Für den Sitz im zweiten roten Auto machten sich allerdings gleich mehrere Fahrer Hoffnungen, als Teamchef Maurizio Arrivabene die Weiterbeschäftigung von Kimi Räikkönen nach den ersten Saisonrennen in Frage stellte. Am Ende war es wohl nur eine kleine Motivationshilfe. Am Ende der Sommerpause wurde der Finne als Pilot für 2016 offiziell bestätigt.

Grosjean will Geduld bewahren

Bei den Anwärtern auf das Wunsch-Cockpit machte sich verständlicherweise etwas Frust breit. "Ferrari setzt wohl auf Kontinuität. Im Winter wurde personell ja schon einiges durchgewechselt. Da wollte man wohl bei den Fahrern nicht schon wieder etwas Neues wagen", grübelte Romain Grosjean über die Beweggründe der Italiener.

Der Franzose bestätigte, dass bei ihm Ferrari auf der Liste gestanden hat: "Als Rennfahrer hat die Farbe Rot eine besondere Anziehungskraft. Ich bin da nicht der einzige. Viele junge Fahrer wie Daniel Ricciardo, Nico Hülkenberg oder Valtteri Bottas warten auf die Chance, in einem siegfähigen Auto zu sitzen. Jetzt ist wohl noch etwas mehr Geduld gefragt."

Hülkenberg hat weitere Optionen

Nico Hülkenberg gab sich auf Nachfrage locker: "Ich hatte nie das Gefühl, dass ich dort eine realistische Chance besitze. Da ich mir sowieso nichts erwartet habe, bin ich auch nicht enttäuscht. Ich sah es kommen." Der Rheinländer besitzt noch weitere Optionen: "Ich denke schon, dass ich nächstes Jahr in einem guten Auto sitzen werde. Es spricht ja auch nichts dagegen, bei Force India zu bleiben. Das Team hat eine gute Entwicklung hinter sich."

Eine weitere Alternative für Hülkenberg heißt Haas F1. Die US-Amerikaner werben angeblich hartnäckig um die Dienste des Deutschen. Der Pilot scheint nicht ganz abgeneigt, zu einem Neuling zu wechseln: "Bei Haas hat man sich den Einstieg in die Formel 1 gut überlegt. Im Gegensatz zu Caterham oder Marussia fängt das Team nicht bei Null an."

Bottas kritisiert Medien-Gerüchte

Auch Valtteri Bottas hatte sich um den Ferrari-Sitz beworben, kam am Ende aber nicht zum Zug. In der Sommerpause hatten italienische Zeitungen schon vorschnell den Wechsel vermeldet. "Die Gerüchte waren unnötig. Das meiste davon hat einfach nicht gestimmt. Das hat meiner Beziehung zu Williams nicht geholfen. Diese Gerüchte waren nicht fair", kritisierte der Finne.

Obwohl Williams den Piloten noch nicht für 2016 bestätigt hat, spricht nichts mehr gegen eine Weiterbeschäftigung. "Es ist jetzt leichter für mich, für Williams und für Kimi. Es gibt nur noch Fakten und keine Gerüchte." Bottas verneinte, dass er direkt mit Ferrari verhandelt habe. "Ich kann aber nicht bestätigen, dass das auch für meine Manager gilt. Da muss man sie schon selbst fragen."

Profitiert Ricciardo von Räikkönen-Verlängerung?

Neben Kimi Räikkönen selbst hieß einer der Gewinner der Kimi-Verlängerung auch Daniel Ricciardo. Der Australier ist noch bei Red Bull gebunden und wäre 2016 noch kein Kandidat gewesen. Für 2017 könnte er vielleicht wieder ins Spiel kommen. "Am Anfang habe ich gedacht, dass sie den Fahrer wechseln", so Ricciardo über den Ferrari-Poker. "Aber zuletzt hatte ich es im Gefühl, dass sie mit einer bekannten Größe weitermachen wollen. Ich selbst hatte keinen Kontakt mit ihnen - weder direkt noch indirekt."

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