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Die Bilder vom Horror-Unfall

Ein Rennen Sperre für Grosjean

Crash Start GP Belgien 2012 Hamilton Grosjean Alonso Foto: xpb 34 Bilder

Beim Start zum GP Belgien schrammte die Formel 1 an einer Katastrophe vorbei: Gleich vier Autos waren auf dem Weg in die erste Kurve aneinandergeraten und wirbelten wild durch die Luft. Unfall-Auslöser Romain Grosjean wurde anschließend für ein Rennen gesperrt.

02.09.2012 Tobias Grüner

Kaum hatte die Startampel von Spa die Formel 1 in die zweite Saisonhälfte geschickt, da stockte den Fans auch schon der Atem. Beim Anbremsen der La Source-Haarnadel gerieten Lewis Hamilton und Romain Grosjean auf der rechten Seite der Straße aneinander und lösten damit eine unheilvolle Kettenreaktion aus.

Grosjean knapp am Alonso-Helm vorbei

Grosjean hatte seinem Gegner beim Beschleunigungsduell keinen Platz gelassen. Hamilton verhakte sich mit dem linken Vorderrad im rechten Hinterrad des Lotus und war danach nur noch Passagier. Der McLaren kam ins Trudeln und fand sich plötzlich ohne Bremswirkung im Heck von Grosjean wieder.

Durch den Druck von hinten krachte das schwarze Auto wiederum in das Heck von Sauber-Pilot Sergio Perez und stieg in die Luft. Fernando Alonso wollte gerade  in die erste Kurve einbiegen, als der Ferrari die Flugbahn von Grosjean kreuzte. Nur um Haaresbreite verfehlte das Hinterrad den Helm des zweifachen Weltmeisters, als der Lotus über seine Frontpartie segelte.

Ein Rennen Sperre für Grosjean

"Das hätte Alonso das Genick brechen können", erklärte Niki Lauda nach Betrachtung der Wiederholung. Die meisten Experten waren sich einig: Grosjean war der Sündenbock, der für den millionenschweren Schrottplatz in der ersten Kurve verantwortlich war. Der Franzose ist bekannt dafür, am Start kompromisslos zu Werke zu gehen. Schon in Australien, Malaysia, Barcelona, Monaco, Silverstone und Hockenheim hatte er in der Startrunde Feindkontakt.

"Das ist jetzt vielleicht mal ein guter Moment, etwas zu unternehmen", erklärte Alonso etwas verärgert. Die FIA-Stewards folgten dem Wunsch des Ferrari-Piloten. Wiederholungstäter Grosjean wurde für ein Rennen gesperrt und muss in Monza zuschauen. Dazu gibt es noch eine Geldbuße von 50.000 Euro.

"Wenn sich im Leben alles um Rennsport dreht, dann ist es wohl eine der schlimmsten Erfahrungen, nicht an einem Rennen teilnehmen zu dürfen", kommentierte Grosjean die Strafe. "Ich respektiere das Urteil der Stewards. Ich dachte ich sei schon an Lewis vorbei und dass es genug Raum für beide Autos gab. Ich wollte ihn nicht absichtlich einklemmen. Zum Glück wurde niemand verletzt. Ich entschuldige mich bei allen Fahrern, die beteiligt waren und bei ihren Fans."

Lotus muss jetzt entscheiden, wer beim GP Italien im Auto sitzt. In Spa wollte man sich noch nicht festlegen. Allerdings ist wahrscheinlich, dass Ersatzpilot Jerome D'Ambrosio im schwarz-goldenen Auto sitzen wird.

Alonso analysiert Crash sachlich

Alonso wollte die Situation am Start von Spa nicht überbewerten, obwohl er knapp am Tod vorbeigeschrammt war. "Da waren zwei Hitzköpfe am Start, die sich nicht einig waren. Das kann passieren. Ich war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort", lautete das sachliche Urteil über die Kollision zwischen Hamilton und Grosjean.

Was die Zuschauer nicht direkt sahen: Am Ferrari brach im Cockpit plötzlich ein kleines Feuer aus. "Das war sehr gefährlich", erinnert sich der Iberer. "Ich war zunächst sitzen geblieben und spürte plötzlich die Hitze von unten. Ich habe fast nicht mehr atmen können und bin aus dem Auto gesprungen."

Sauber wieder die Leidtragenden

Alonso kam wie die anderen Piloten mit dem Schrecken davon. Vom Sachschaden her und aus sportlicher Sicht traf es Sauber am härtesten. Perez, der von Rang vier gestartet war, musste sein Auto direkt abstellen. Auch Teamkollege Kamui Kobayashi, der auf Platz zwei losfuhr bekam einen Rempler ab, der ihm den Seitenkasten aufriss. Am Ende gab es keine Punkte für die Schweizer.

In unserer Bildergalerie zeigen wir noch einmal die spektakulären Fotos des Horrorcrashs.

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