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Blanchimont

Die neue Eau Rouge

Bruno Senna GP Belgien 2011 Foto: xpb 62 Bilder

Eau Rouge hat seinen Schrecken verloren. Die einstige Mutkurve geht mühelos voll. Damit das so bleibt, hat die FIA das Flachstellen des Heckflügels in Eau Rouge verboten. In Blanchimont ist alles erlaubt. Und plötzlich wird die 310 km/h-Kurve zur Zitterpartie. Wir sagen ihnen, wer sie voll fährt und wer nicht.

28.08.2011 Michael Schmidt

Blanchimont ist eine furchterregende Kurve. Sie gehört wie Eau Rouge noch zu dem alten Kurs von Spa, der einmal 14,1 Kilometer lang war. Wer einmal mit einem Straßenauto auf die Linkskurve zugefahren ist, kann sich nicht vorstellen, dass man dort mit 310 km/h und Vollgas durchfahren kann. Die Straße verschwindet hinter einem Stück Wald. Der Kurvenausgang ist nicht zu sehen. Deshalb wirkt sie aus Fahrersicht wie ein 90 Grad-Eck. Sebastian Vettel bestätigt: "Im Straßenauto musst du einen Gang runterschalten."

Im Formel 1-Cockpit war Blanchimont schon jahrelang kein Problem mehr. Gleiches galt für Eau Rouge. Die Autos produzieren so viel Abtrieb, dass beide Passagen mühelos voll gingen. "Sie sind wie eine Gerade", bestätigt Mark Webber. Das hat sich geändert. Das Flachstellen des Heckflügels bringt zwei Probleme mit sich. Die Autos kommen je nach Effizienz des Flügels zwischen sieben und 15 km/h schneller vor Blanchimont an. Und sie haben dann deutlich weniger Anpressdruck im Heck.

DRS macht Blanchimont zur Mutkurve

In Eau Rouge ist das Aktivieren des Heckflügel-Flaps aus Sicherheitsgründen verboten. "Gut so", lobt Sebastian Vettel, obwohl er glaubt, dass man Eau Rouge mit einem Red Bull in DRS-Konfiguration voll fahren könnte. "Aber es wäre ein unnötiges Risiko. Auf der Kuppe werden die Autos leicht. Da könnten schon einige in Schwierigkeiten kommen." Durch Blanchimont lassen es der Weltmeister und sein Teamkollege Mark Webber aber fliegen. "Kein Problem. Das Heck wird zwar ein bisschen leicht, aber das macht nichts."

Davon kann Michael Schumacher nur träumen. "Mit unserem Auto geht Blanchimont in DRS-Stellung unmöglich voll." Rubens Barrichello behilft sich mit einem Trick. Er bleibt voll auf dem Gas, tippt mit dem linken Fuß aber leicht die Bremse an. Das stabilisiert das Auto. Bei McLaren waren die Fahrer am Freitag mit unterschiedlichen Heckflügeln bestückt. Lewis Hamilton wurde mit einer Variante für mehr Abtrieb auf die Strecke geschickt und schaffte die Kurve mit Vollgas. Stallrivale Jenson Button fuhr den neuen Miniflügel und musste vom Pedal. Hamilton wechselte am Samstag auf den Button-Flügel.

Hülkenberg crasht im Simulator

Nico Hülkenberg wollte sich in der zweiten Trainingssitzung am Freitag nicht auf das Experiment einlassen. Das Team hätte es ihm übelgenommen, hätte er Schrott abgeliefert. "Im Simulator habe ich es mit Vollgas bei DRS-Stellung versucht und bin ganz fürchterlich abgeflogen." Teamkollege Paul di Resta traute sich ein einziges Mal. Aber nur mit neuen Reifen. Die Force India sind mit flachgestelltem Flügel am Einlenkpunkt sieben km/h schneller als mit dem Flügel in Normalstellung.

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