Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

BMW Ausstieg

BMW-Sauber: Verkaufschancen sinken

BMW-Sauber Foto: BMW 31 Bilder

Das Concorde Abkommen ist unter Dach und Fach. Die FIA, die Inhaber der kommerziellen Rechte und zwölf Teams haben den Pakt bis 2012 unterschrieben. BMW-Sauber ist nicht dabei. Das reduziert drastisch die Verkaufschancen.

06.08.2009

Das Concorde Abkommen ist ein Vertrag zwischen der FIA, dem Inhaber der kommerziellen Rechte und den Teams. Am Stichtag, dem 5. August, hatten alle Parteien bis auf eine unterschrieben. Der Name BMW-Sauber fehlt in dem Dokument, das bis 2012 nicht nur den Regelfindungsprozess, sondern auch die Ausschüttung der Einnahmen aus TV-Geldern und Startgebühren an die Teams regelt.

Wer nicht Teil des Vertrages ist, verliert seinen Anspruch, an den Einkünften der Rechteinhaber zu partizipieren. Im Fall von BMW-Sauber wären das für 2010 rund 40 Millionen Dollar gewesen. Er hat auch keinen Sitz im Gremium der Formel 1-Kommission, die über die Änderungen im Reglement entscheidet.

Ecclestone hat bei fünf Teams Zahlungen aus den vergangenen Jahren zurückgehalten

Es könnte noch schlimmer kommen. Bernie Ecclestone hatte bei fünf Teams seit Beginn des Jahres Zahlungen aus den vergangenen Jahren zurückgehalten. Es handelte sich dabei um McLaren-Mercedes, Toyota, Renault, BrawnGP und BMW-Sauber. Insgesamt waren pro Team rund 35 Millionen Dollar eingefroren worden. Ecclestone begründete die Maßnahme damit, dass es mit besagten Teams keine Verträge gebe, und dass es diese Teams Ende 2007 versäumt hätten, ihm schriftliche Garantien über ihren Verbleib in der Formel 1 bis 2012 zu geben. Nach Unterschrift des Concorde Abkommens können die eingefrorenen Beträge an McLaren-Mercedes, Toyota, Renault und BrawnGP fließen.
 
Da BMW-Sauber seine Unterschrift verweigert hat, wird Ecclestone das Geld für den deutsch-schweizer Rennstall vermutlich weiter einbehalten. Nach seiner Interpretation fehlt eine Startgarantie bis 2012. Die Teamvereinigung FOTA kündigte an, sich dafür einzusetzen, den Rennstall doch noch im Concorde Abkommen zu integrieren, sollte sich ein Käufer finden. Das kann sie freilich nicht allein entscheiden. Da reden die FIA und Bernie Ecclestone mit. Ihr Einverständnis wird stark davon abhängen, wer das Team übernimmt. Somit bleibt für potenzielle Investoren eine Situation der Unsicherheit.

Chancen des Verkaufs sind dramatisch gesunken

Unter diesen Voraussetzungen sind die Chancen, das Team zu verkaufen, dramatisch gesunken. Der Wert eines Formel 1-Rennstalls bemisst sich zum Großteil an den zu erwartenden Einkünften aus Ecclestones Kasse. Sollte BMW-Sauber einen Nachfolger finden, dann würde der praktisch bei Null beginnen. Das heißt: Keine Transportkostenvergütung, für die ersten zwei Jahre keine Beteiligung an den Einkünften. Für einen potenziellen Käufer ist dieses Team nicht mehr attraktiv.

Die Haltung des BMW-Vorstandes scheint die Befürchtungen im Haus zu bestätigen. "Die sind gar nicht daran interessiert, dass der Rennstall weiterbesteht. Die wollen das Ding am liebsten abwickeln." Ein Grund für diese Haltung könnte folgende Überlegung sein. Sollte ein Nachfolger besser abschneiden als das Werksteam in diesem Jahr, wäre das für das Haus BMW ziemlich peinlich.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Gebrauchtwagen Angebote
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden