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BMW-Chef Harald Krüger

"Formel 1 ist keine Option"

BMW Sauber - GP Australien 2009 Foto: xpb 104 Bilder

Die Motorsport-Aktivitäten von BMW beschränken sich aktuell auf den Sport- und Tourenwagen-Bereich. Wie sieht es mit dem Interesse an der Formel 1 und der WEC aus? auto motor und sport hat bei BMW-Vorstandschef Harald Krüger nachgefragt.

16.09.2015 auto motor und sport

Nach dem Ausstieg aus der Formel 1 im Jahr 2009 hat sich die Motorsport-Abteilung von BMW neue Spielwiesen gesucht. Das Comeback in der DTM im Jahr 2012 verlief erfolgreicher als erwartet. Mit 2 Titeln in den ersten beiden Jahren nach dem Wiedereinstieg hatten wohl nur wenige gerechnet.

"Motorsport gehört zum Markenkern von BMW. Die DTM ist wichtig für uns, weil 3 Marken gegeneinander fahren und wir Abstrahleffekte für Modelle wie den M4 haben", verteidigt Harald Krüger, seit Mai Vorstandsvorsitzender von BMW, das Engagement seines Konzerns in der höchsten deutschen Tourenwagenliga.

Und auch im GT-Bereich waren die Bayern in den vergangenen Jahren sehr umtriebig. Erst vor wenigen Wochen wurde der Z4 GT3 mit dem Sieg beim prestigeträchtigen 24h-Rennen in Spa-Francorchamps in Rente geschickt. Auf der IAA in Frankfurt steht mit dem BMW M6 GT3 schon der Nachfolger für die kommende Saison bereit.

BMW erteilt Formel 1-Comeback klare Absage

Doch alle Siege in der nationalen Tourenwagenszene und der Erfolg mit dem Kundensport-Programm im GT-Bereich können nicht darüber hinwegtäuschen, dass es international etwas ruhiger geworden ist um BMW. Die ganz großen Bühnen überließ man der Konkurrenz kampflos.

Mercedes steht aktuell wie kein anderer Hersteller für die Hybrid-Technik in der Formel 1. Mit Lewis Hamilton haben die Schwaben zudem einen weltweiten Popstar als Aushängeschild in der Königsklasse, der auch dem Image seines Arbeitgebers einen frischen Anstrich verpasst hat.

Doch diesem Beispiel will man in München offenbar nicht folgen. Krüger erteilt einer Rückkehr in die höchste Rennsportliga eine klare Absage: "Die Formel 1 ist keine Option. Die passt einfach nicht zu unserer langfristigen Ausrichtung", erklärt der BMW-Chef auf Nachfrage von auto motor und sport.

Le Mans-Interesse wird nicht dementiert

Und wie sieht es mit einem Prototypen für die WEC aus? Porsche und Audi dominierten dieses Jahr den Klassiker in Le Mans. Bei den Fans kommen die mehr als 1.000 PS starken LMP1-Renner gut an. "Le Mans möchte ich nicht kategorisch ausschließen", ließ sich Krüger immerhin entlocken.

Dass seine Ingenieure bereits an einem Prototypen mit Wasserstoff-Antrieb arbeiten, wollte der BMW-Boss aber nicht bestätigen. Auf eine schnelle Rückkehr nach Le Mans sollten die Fans somit nicht hoffen. Experten erwarten, dass es noch mindestens bis 2019 dauert, bis BMW in der Lage ist, die Premium-Konkurrenz beim 24h-Klassiker herauszufordern.

Schon etwas früher aber könnte der Einstieg in eine andere Rennserie kommen, die internationales Renommee mit einem grünen Image verbindet: "Es gibt mit der Formel E schon eine Rennserie, in der rein elektrisch gefahren wird. Das schauen wir uns natürlich genau an", so Krüger. BMW ist bereits jetzt in der Elektro-Formel engagiert - allerdings nur als Hersteller des Safety- und des Medical-Cars.

Das ausführliche Interview mit BMW-Chef Harald Krüger lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von auto motor und sport Heft 20/2015, ab dem 17. September im Handel erhältlich.

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