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BMW erobert Führung in der Marken-WM

Foto: dpa

Durch ein geschlossenes Mannschaftsergebnis beim Großen Preis von Ungarn mit Juan Pablo Montoya auf Platz drei und Ralf Schumacher auf Platz vier konnte das Williams-BMW-Team die Führung in der Marken-WM erobern.

24.08.2003

Die Weiss-Blauen führen nun mit 129 Punkten vor der Scuderia Ferrari mit 121 Punkten. Außerdem konnte der Kolumbianer in BMW-Diensten den Rückstand auf den Führenden in der Fahrer-Weltmeisterschaft, Michael Schumacher, auf nur noch einen Punkt reduzieren. "Gerade im Hinblick auf die WM war das ein perfektes Resultat", freute sich Montoya.

Der Kolumbianer fuhr aufs Podium, obwohl er den Start versiebte: "In der ersten Kurve war ich plötzlich nur noch Achter. Von da an habe ich kontrolliert attackiert, die Boxenstopps haben vom Timing und der Abwicklung her perfekt gepasst – das hat uns wieder nach vorne gebracht", so Montoya zum Rennverlauf. Zehn Runden vor Schluss gab es allerdings noch eine gröbere Schrecksekunde für Montoya: "Nach dem klar war, dass ich Kimi Räikkönen nicht mehr abfangen konnte, habe ich etwas Speed rausgenommen. Und wie so oft in solchen Fällen sank dann die Konzentration - und schwupps - hatte ich mich gedreht. Gott sei dank bin ich nicht ins Kiesbett gerutscht und konnte sofort wieder weiter fahren. Aber erschrocken habe ich mich schon", gestand Montoya mit verlegenem Grinsen. "Die WM ist 2003 ziemlich unberechenbar: In Hockenheim war ich der Chef, hier hat Renault dominiert. Da ist für alle WM-Aspiranten noch alles möglich", so Montoya zu den WM-Chancen.

Ralf Schumacher: "Viel riskiert"

Sein Teamkollege Ralf Schumacher konnte von einem abwechselungsreichen Nachmittag berichten, denn der Kerpener drehte sich gleich in der ersten Runde, fiel bis auf Platz 18 zurück und kämpfte sich dann wieder auf den vierten Schlussrang nach vorne. "Das erste Problem war der Start: Irgend etwas mit der Startautomatik hat nicht zu hundert Prozent funktioniert, ich habe sofort einige Plätze verloren. In der Kurve zwei wollte ich Montoya Platz lassen und habe mich auf der dreckigen Außenspur gedreht. Da lag ich nur noch auf Platz 18. Von da an habe ich viel riskiert und viele Gegner überholt. Ohne den Dreher wäre Platz zwei drin gewesen. Gegen Alonso hätte ich aber keine Chance gehabt", gestand Ralf Schumacher.

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