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BMW F1-Endspurt

BMW-Sauber wieder in Podiumsnähe

Robert Kubica Foto: Daniel Reinhard 56 Bilder

Mickrige neun Punkte hatte BMW-Sauber in dieser Saison bisher gesammelt. Seit dem Wochenende in Spa-Francorchamps sind es doppelt so viel. Doch woher kam dieser unerwartete Höhenflug in den Ardennen?

31.08.2009 Tobias Grüner

Im Ganzen Jubeltrubel von Force India ist der Erfolg von BMW-Sauber fast ein wenig untergegangen. Dabei waren die Plätze vier und fünf für Robert Kubica und Nick Heidfeld nicht etwa ein Glückserfolg sondern ein verdient herausgefahrenes Ergebnis. "Wir sind froh über das Resultat. Aber es ist schon ein wenig schade, dass es am Ende nicht zum Podium gereicht hat", gab Teamchef Mario Theissen nach dem Rennen sogar etwas enttäuscht an.

Nachdem in den letzten vier Rennen nur ein WM-Pünktchen auf das Teamkonto floss, wäre ein Podiumsplatz des Guten vielleicht auch etwas zu viel gewesen. Das dachte sich zumindest Sebastian Vettel, als er die beiden weiß-blauen Boliden mit einem fulminanten Schlussspurt noch abfing und Robert Kubica den dritten Platz wegschnappte.

Strecke, Aerodynamik und Reifen passten

Die Gründe für den plötzlichen Aufschwung sind vielfältig, haben ihren Ursprung aber vor allem in der besonderen Streckencharakteristik. Wegen den langen Geraden wird in den Ardennen längst nicht so viel Flügelfläche benötigt, wie auf den anderen Strecken zuvor. "Das neue Aerodynamikpaket mit reduziertem Abtrieb passt scheinbar sehr gut zu unserem Auto. Auch mit den Reifen hatten unsere Piloten kaum Probleme", analysierte der Sportchef.

Aus dem Team hört man auch, dass der Anpressdruck gleichmäßig anliegt und nicht so stark schwankt wie beim normalen Paket für mehr Abtrieb. Die Fahrer können sich besser darauf verlassen, dass das Auto wie erwartet auf der Straße klebt. Für etwas Verwunderung sorgte allerdings die Reifenwahl im Qualifying. Viele Teams nutzten den weichen Reifen, da dieser auf einer schnellen Runde theoretisch Vorteile bringen sollte. "Bei uns war der harte besser", berichtet Heidfeld. "Für uns war die höhere Seitenstabilität der härteren Mischung wichtiger als der Grip, den der weiche Reifen geboten hat."

Fragezeichen für Monza

In Monza gibt es auch viele Geraden. Hier müssen die Flügel noch flacher gestellt werden. Hier kann BMW also auf das nächste gute Resultat hoffen. Doch Teamchef Theissen gibt sich vorsichtig. "Da kann sich wieder viel verändern. Vor allem auch, weil sich die Reifenmischungen unterscheiden." Außerdem sind in Italien eher Qualitäten in engen Kurven gefragt und natürlich Motorleistung. Vor allem von McLaren erwartet man dort einen Sprung nach vorne.

"Wir freuen uns erst einmal über das Ergebnis von Spa. In einer schwierigen Saison wie dieser ist solch ein Erfolg wichtig für die Moral der Mannschaft und der Piloten", so Theissen. Und dann muss ja auch noch ein neuer Käufer für das Team gefunden werden. "Auch dabei kann ein gutes Ergebnis sicher nicht schaden."

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