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BMW-Motorsportchef Dr. Mario Theissen

"Wir müssen Tempo zulegen"

Mario Theissen Foto: Daniel Reinhard, Wolfgang Wilhelm 23 Bilder

Für Ferrari, Renault und BMW gab es nichts zu lachen. Alle drei Teams fuhren mit null Punkten aus Shanghai ab. BMW rangiert mit vier Punkten auf Platz fünf in der Konstrukteurs-WM. Zu wenig für die Titelambitionen des Bayerischen Autokonzerns.

21.04.2009

"Wir sind mit dem Saisonauftakt eindeutig unzufrieden", konstatierte Theissen. "Jetzt, wo das Diffusorurteil gesprochen ist, wissen wir, was zu tun ist. Wir müssen an Tempo zulegen und Abtrieb finden. Wir müssen jetzt das Feld erschließen, das mit dem Diffusor-Urteil eröffnet wurde."

Der BMW-Doppeldiffusor kommt in Spanien

BMW will beim GP Spanien am 10. Mai ein großes Aerodynamikpaket präsentieren, darunter auch einen doppelstöckigen Diffusor. Auf die Frage, warum Renault damit schon in Shanghai aufgetaucht war, meinte Theissen: "Vielleicht haben sie früher angefangen." Richtig geraten: Renault legte Ende Januar mit der Diffusor-Kopie los, BMW erst Mitte März.
 
Trotz der bescheidenen Bilanz sieht Theissen auch Lichtblicke. "In Melbourne waren wir bei der Musik. In Sepang und Shanghai bestimmten die Umstände das Geschehen. Hier in Shanghai war die Sicht so schlecht, dass man im Feld leicht in Unfälle verwickelt werden konnte. Robert hat eine Pfütze übersehen und ist auf Trulli aufgefahren. Nick wurde gleich zwei Mal von anderen Autos getroffen."

Dass es Ferrari, Renault und McLaren-Mercedes zur Zeit nicht viel besser ergeht, ist für Theissen kein Trost. "Es ist kurios, und für die Fans sicher sehr interessant, weil sich nichts vorhersagen lässt. Manchmal stellt sich das Bild von Freitag auf Samstag auf den Kopf." Wichtig sei es jetzt, so der BMW-Rennleiter, dass man die richtigen Schlüsse aus den konfusen Ereignissen ziehe.

BMW setzt auf KERS

Dazu gehört auch der Einsatz von KERS. Robert Kubica probierte es zum ersten Mal aus, verzichtete aber ab Samstag darauf. Nick Heidfeld wollte lieber ohne fahren, wurde aber von den Ingenieuren überstimmt.

Bei Renault ließen beide Fahrer KERS ausbauen. Ferrari fuhr aus Sicherheitsgründen ohne Hybridantrieb. Es hatte im Vorfeld erneut einen Kurzschluss im System gegeben. In Bahrain will BMW KERS auf jeden Fall einsetzen.

"Das sollte wegen seiner langen Geraden bis jetzt die beste Strecke für den Hybridantrieb sein." Die Länge der Geraden sei allerdings nicht das einzige Kriterium, sagt Theissen. "Es kommt auch darauf an, wie viele Bremszonen es gibt, um die Batterien aufzuladen." Der erste Mann bei BMW gibt zu: "Wir sind da mit unserem System bei gewissen Strecken am Limit."

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