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BMW Rückzug

BMW: Schon der zweite F1-Ausstieg

Brabham-BMW BT56 Turbo Foto: Wolfgang Wilhelm 31 Bilder

BMW ist bereits zum zweiten Mal in seiner Formel 1-Geschichte unrühmlich ausgestiegen. Der erste Rückzug im Jahr 1987 ging in die Verlängerung, weil der damalige Brabham-Chef Bernie Ecclestone auf Vertragsverlängerung pochte.

13.08.2009

Drei Tage nach dem GP Ungarn war Schluss. Da erklärte BMW-Vorstandschef Norbert Reithofer das Kapitel Formel 1 für beendet. Es wird ein totaler Rückzug.

BMW schließt nicht nur seinen Rennstall, sondern stellt auch die Motorenproduktion ein. Die hohen Forderungen machen einen Verkauf des Teams praktisch unmöglich. Deshalb wird die FIA den 13. Platz für die Formel 1-Saison 2010 neu ausschreiben.

Keine Abfindungen in der Schweiz

Damit könnten jene Kandidaten zum Zug kommen, die bei der ersten Einschreibung abgewiesen worden sind. Die Chancen, dass Peter Sauber in Eigenregie mit einem Team antritt, sind gering. Er müsste die Gebäude und die Einrichtungen in Hinwil von BMW ablösen, was wahrscheinlich wieder eine utopische Summe kosten würde. Für die Mitarbeiter in der Schweiz wäre das fatal. Das Schweizer Arbeitsrecht sieht Abfindungen nicht vor. BMW könnte sich billig von 420 Mitarbeitern trennen.
 
Der Münchener Konzern ist bereits zum zweiten Mal aus der Formel 1 ausgestiegen. 1987 beendete der damalige Vorstandsvorsitzende Eberhard von Kuenheim ein sechsjähriges Engagement in der Königsklasse. Es wurde 1983 mit Partner Brabham und Fahrer Nelson Piquet mit dem WM-Titel gekrönt. BMW machte sich damit auch zum ersten Turbo-Weltmeister der Geschichte. Außer Brabham belieferte die Motorsportabteilung in München phasenweise auch ATS, Arrows und Benetton mit ihrem Vierzylinder-Turbo.

BMW war nie mit dem Herzen in der Formel 1
 
Zwischen 1982 und 1987 durften die Bayern immerhin neun GP-Siege feiern, den letzten 1986 mit Gerhard Berger im Benetton-BMW in Mexico-City. Schon damals betrieb die BMW-Konzernspitze die Formel 1 als Mittel zum Zweck. BMW war nie mit dem Herzen in der Formel 1. Als die Erfolge ausblieben, zog man sich zurück.
 
Doch auch der erste Ausstieg hinterließ einen bitteren Beigeschmack. BMW hatte bereits 1986 seinen Rücktritt zum Ende der Saison erklärt. Doch Bernie Ecclestone funkte ihnen dazwischen. Der Vertrag mit Brabham lief erst 1987 aus. Der Brabham-Chef pochte mangels Ersatzmotor auf eine Vertragseinhaltung. Daraufhin musste BMW den Rücktritt vom Rücktritt erklären. Die letzte Saison der ersten BMW-Ära verlief so enttäuschend wie die Saison 2009. Brabham belegte mit zehn Punkten nur Platz acht in der Konstrukteurs-WM. Kuriose Duplizität der Ereignisse: Zur Zeit rangiert BMW mit Partner Sauber ebenfalls auf Rang acht. Mit acht Punkten auf dem Konto.

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