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BMW-Sauber

Das wichtigste Rennen der Saison

Robert Kubica Foto: Daniel Reinhard 61 Bilder

Im Lager von BMW-Sauber überwog nach dem zweiten Platz von Robert Kubica in Sao Paulo die Freude. Trotz technischer Probleme schaffte es der Pole im vorletzten Formel 1-Rennen von BMW noch einmal aufs Podium.

20.10.2009

Es war kein leichtes Wochenende für die Truppe von BMW-Sauber. Zwei Rennen vor dem endgültigen Ausstieg macht sich allmählich etwas Abschiedsstimmung breit. Zumindest bei den BMW-Angestellten. Die andere Hälfte aus dem Schweizer Sauber-Lager zittert weiterhin den Verbleib in der Formel 1. Allerdings gab es zuletzt eher negative Meldungen für die Truppe aus Hinwil. Vor allem Williams sträubt sich gegen den BMW-Nachfolger als 14. Team.

Da kam der zweite Platz wie gerufen, um die Moral der Mannschaft wieder zu heben. "Souverän, fehlerfrei und ganz schnell", skizzierte Teamchef Mario Theissen die Leistung des Piloten. Dass der Pole nach seinem Wechsel einen Gang zurückschaltet, hatte man bei BMW sowieso nicht erwartet. Aber dass die beste Saisonleistung Kubicas ausgerechnet eine Woche nach der Bekanntgabe seines Abschieds kam, war dann doch überraschend. "In dem Moment, in dem man erkennt, da geht was, sind alle wieder voll motiviert", zeigte sich Theissen erfreut.

Kubica musste auf die Motorentemperatur achten
 
Allerdings musste Kubica das ganze Rennen die Motortemperatur im Auge behalten. In Erwartung kühleren Wetters hatten die Ingenieure die Lufteinlässe zu weit abgeklebt. "Wenn man sich da vertut und dann geht die Temperatur so hoch, dann ist man schnell am Limit." Der 24-jährige Krakauer musste schon nach wenigen Runden mit der Drehzahl runtergehen und auf den Geraden aus dem Windschatten ausscheren.
 
Sein guter Speed überraschte auch die BMW-Mannschaft. "Er konnte trotz der Probleme das Tempo der Spitze mitgehen." Mit einem besseren Qualifying wäre sogar noch mehr drin gewesen. "Wenn er vor Webber losgefahren wäre, hätte er sicher gewinnen können. Beide waren in etwa gleich schnell", so Theissen. Schon in Suzuka hatte der Teamchef eine solche Leistung erwartet. Allerdings habe man es dort einfach nicht hinbekommen.

Gutes Ergebnis zum Saisonende erleichternd

Zwei Rennen vor Saisonende war das gute Ergebnis von Kubica besonders willkommen: "Das war ganz wichtig. Ich habe schon im Sommer gesagt: Wir wollen diese enttäuschende Saison mit einem Hoch beenden und nicht in der Form, die wir gehabt haben. Da ist es sehr gut, jetzt noch einmal aufs Podium zu fahren", erklärte ein erleichterter BMW-Chef anschließend.
 
Nur Nick Heidfeld konnte nichts zur Freude beitragen. Beim Mönchengladbacher streikte die Tankanlage, nachdem der Stutzen zunächst etwas verkantet aufgesetzt wurde. "Die Sensoren haben Alarm geschlagen und die Ventile geschlossen", erklärt Technik-Chef Willy Rampf. "Das Problem hatten wir in den letzten vier Jahren noch nie. Weder im Rennen noch bei den Tankstopp-Trainings."
 
Allerdings hätte man verhindern können, dass der Pilot ohne Sprit ausrollte. Eine Runde schaffte Heidfeld nämlich noch. Allerdings konzentrierte sich das Team auf den besser platzierten Kubica: "Wir wussten nicht, ob Robert in dieser Runde reinkommen würde und ob das mit einem Doppelstopp geklappt hätte", bedauert Theissen. Am Ende konnte Kubica noch eine Runde draußenbleiben und Heidfeld blieb ohne Not stehen. "Wir hätten ihn reinholen müssen", gibt man im Team den Fehler offen zu.

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