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BMW-Sauber in Istanbul

Trendwende ohne KERS und mit Doppeldiffusor

Nick Heidfeld Foto: Daniel Reinhard 44 Bilder

Update ++ Der GP Türkei in Istanbul soll für BMW-Sauber endlich die lang ersehnte Wende bringen. Dann debütiert auch der neue Doppeldiffusor. Das Hybrid-System KERS bleibt entgegen ursprünglicher Planungen allerdings weiterhin ausgebaut.

29.05.2009 Michael Schmidt

Dem Fortschritt folgte der Rückschlag. Das Aerodynamikpaket von Barcelona hatte mehr als eine halbe Sekunde gebracht. Wegen falsch montierter Reifen und Problemen mit dem Luftdruck wurde das Ergebnis des Radikalumbaus des BMW F1.09 im Trainingsergebnis nicht sichtbar. Erst der siebte Platz von Nick Heidfeld bestätigte den Ingenieuren aus Hinwil und München, dass sich die Arbeit gelohnt hatte.

Umso deprimierender war dann die Pleite von Monte Carlo. Teamchef Mario Theissen schob es darauf, dass man nicht in der Lage war, Reifentemperaturen zu generieren. "Da der Reifen der dominierende Faktor in Monte Carlo ist, sieht man notgedrungen schlecht aus, wenn man ihn nicht zum Arbeiten bringt."

GP Türkei 2008: Streckenvorschau 1:47 Min.

Letzte Chance Istanbul

Auch Nick Heidfeld wollte dem Ergebnis von Monte Carlo keine wegweisende Bedeutung beimessen. "Erst in Istanbul wissen wir, wo wir stehen. Dann kommt der neue Doppeldiffusor." Robert Kubica fordert: "Das muss ein größerer Schritt werden als die Änderungen von Barcelona." Die Ingenieure sind sich sicher: Es wird ein größerer Schritt. Das sagen zumindest die Daten.

Theissen will dennoch nichts beschönigen: "Wir sind schlechter, als wir es erwartet haben", sagte der Chef im Team in Monte Carlo. Spekulationen, dass der Misserfolg von Monte Carlo das Formel 1-Projekt in Frage stellen könnte, wollte Theissen nicht nachvollziehen: "Das ist ein einzelnes Ereignis, das nichts mit der Bewertung unseres Formel 1-Engagements zu tun hat."

BMW-Sauber braucht dringend Punkte

Trotzdem weiß der promovierte Ingenieur, dass die Uhr auf Fünf vor Zwölf steht. Den enttäuschenden Saisonbeginn mag man mit Startschwierigkeiten erklären, doch jetzt werden die Weichen für den Rest der Saison gestellt. Und da muss sich BMW zumindest als verlässlicher Punktesammler und als Kandidat für Podestplätze profilieren.

Robert Kubica konnte die guten Ansätze nur mit Mühe erkennen. "In Barcelona war ich mit meiner schlechten Startposition bestraft. In Monte Carlo lief es im Rennen unerwartet gut. Obwohl ich viel mehr Benzin an Bord hatte als Jenson Button, hat er vor dem Überrunden kaum auf mich aufgeholt." Das unerwartet hohe Tempo des Polen führte vermutlich auch zu den Bremsproblemen. Man hatte mit diesen Rundenzeiten bei der Simulation nicht gerechnet. Prompt gingen die Bremsen wegen des hohen Gewichts in die Knie.

Kubica sieht Befürchtungen bestätigt

Kubica versucht den Frust des noch immer leeren Punktekontos zu verscheuchen. "Man muss die Realität akzeptieren. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als noch härter zu arbeiten. Insgeheim fühlt er sich in seiner Kritik vom Vorjahr bestätigt. Das Team hätte besser die kleine WM-Chance beim Schopf gepackt, als zu früh auf das 2009er Auto zu setzen, das jetzt nicht die Ergebnisse bringt, die man sich von ihm erwartet hat. "Die Formel 1", doziert der Pole, "lässt sich nicht programmieren. Man muss immer damit rechnen, dass es einen Schritt zurückgeht. Vor allem bei einem so neuen Reglement. Da ist die Chance groß, dass sich andere Teams verbessern."

Irgendwie habe er schon im Winter gemerkt, dass etwas nicht stimmt. "Bei den Testfahrten gab es bereits Vorboten dafür, dass wir nicht so gut sind, wie wir gedacht hatten. Da das Feld so eng zusammen liegt, sind in diesem Jahr kleine Rückstände große Rückstände. Wenn wir letztes Jahr ein paar Zehntel verloren haben, waren wir immer noch im vorderen Bereich dabei. Dieses Jahr wirst du nach hinten durchgereicht."

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