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BMW-Sauber

Suche nach langfristigem Investor geht weiter

Nick Heidfeld Foto: BMW Sauber Nick Heidfeld Valencia GP Europa 2009 104 Bilder

Bei BMW-Sauber ist die Stimmung weiter gedämpft. Eine Lösung für die Zukunft des Standorts Hinwil ist noch immer nicht gefunden. Interessenten müssten neben der Kaufsumme auch noch Darlehen, Leasingraten und Lizenzen übernehmen.

27.08.2009 Tobias Grüner

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Während die Angestellten in Hinwil weiter zittern, sucht München verzweifelt nach einem neuen Partner. "Solange nach einer Lösung für das Team gesucht wird, halten wir wie geplant am Entwicklungsprogramm fest. Sowohl für diese Saison als auch für das kommende Jahr", macht BMW-Sportchef Mario Theissen der Schweizer Fraktion Mut.

BMW will Großteil des Kaufpreises zurück

Mit der Bewerbung für den 13. Platz im Feld für 2010 wurde der letzte Rettungsanker geworfen. Jetzt muss sich BMW kompromissfähig zeigen. 80 Millionen Euro haben die Bayern vor vier Jahren auf den Tisch gelegt. Nun will man 65 Millionen davon zurück.

Es soll sogar einen Käufer geben, der diese Summe aufbringen kann. Das Hindernis ist die Ablöse der noch laufenden Darlehen, Leasingraten und Lizenzen. Käme das dazu wäre man schnell bei 100 Millionen.

Ecclestone müsste Prämien zahlen

"Priorität hat die Suche nach einem Partner, der das Team fortführt", erklärt Theissen über den Auswahlprozess. BMW will Garantien, dass die nächste Saison seriös finanziert ist. Dazu muss Bernie Ecclestone jene 42 Millionen Dollar auszahlen, die er seit Januar zurückhält, weil BMW sich nicht bis 2012 verpflichten wollte. Dazu müssten dann auch 30 Millionen fließen, die BMW wegen seiner Position im Konstrukteurspokal 2009 bekommen würde.

Falls alle Stricke reißen, hat Theissen auch schon einen Plan B für die Schweizer Dependance: "Es gibt aber auch die Alternative, Hinwil als externen Standort von BMW zu nutzen, zum Beispiel für andere Motorsportprojekte oder für die Entwicklung in den Bereichen Aerodynamik und Leichtbau."

Zeit wird knapp

So langsam sollten die Verantwortlichen in München zu einer Entscheidung kommen. In zwei Wochen will die FIA den Nachrücker für die Saison 2010 bekannt geben. Gerüchten nach, sollen sich noch drei weitere Teams für den freien Platz interessieren. In fünf Wochen läuft die Uhr endgültig ab. Danach wird der Zeitplan für die kommende Saison einfach zu knapp. "Es gibt eine Menge Interessenten, die von einfachen Anfragen bis zu professionellen Projekten reichen", erklärt Theissen. Dabei hänge die Auswahl nicht nur vom Geld ab.

Mit technischer Weiterentwicklung will man zeigen, dass BMW-Sauber noch längst nicht tot ist. Die Seitenkästen sind seit Valencia stärker tailliert. Modifikationen an der Nase, den Leitblechen vor den Kühleinlässen und dem Unterboden sowie ein um fünf Kilogramm leichteres Auto brachten in Spanien drei Zehntel und einen Punkt für Robert Kubica. "Jedem im Team ist klar, dass es die beste Visitenkarte ist, wenn wir die Formkurve im Rest der Saison noch nach oben drehen können."

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