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BMW-Sauber verkauft

Qadbak übernimmt BMW-Sauber F1 Team

Foto: BMW Sauber 104 Bilder

Nur drei Stunden nach dem FIA-Zuschlag an Lotus für den 13. Platz in der Formel 1-Nennliste gab BMW in München bekannt, dass sein Formel 1-Rennstall verkauft ist. Das Rennen machte die Firma Qadbak Investments Ltd., eine in der Schweiz ansässige Stiftung.

15.09.2009 Michael Schmidt

Der Formel 1-Rennstall von BMW-Sauber hat einen neuen Besitzer. Zuletzt hatten sich zwei Bewerber um das in Hinwil stationierte Team beworben. Das Rennen machte eine in der Schweiz ansässige Stiftung namens Qadbak Investments Ltd. Sie vertritt die Interessen von Familien aus dem Mittleren Osten und aus Europa. Die Formel 1-Interessen von Qadbak vertritt der Schweizer Lionel Fischer.

Personalabbau in Hinwil

Der Kaufvertrag wurde am Dienstag (15.9.) unterzeichnet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Spekulationen sprechen von 80 Millionen Euro für die 80 Prozent Beteiligung, die der Münchener Konzern an dem Formel 1-Team hielt. 20 Prozent gehörten Vorbesitzer Peter Sauber.

Damit dürfen die 420 Mitarbeiter in Hinwil aufatmen. Sie haben Hoffnung, dass es weitergeht. Allerdings wird der Rennstall Personal abbauen müssen. Der von den FOTA-Teams ausgehandelte Sparpakt verlangt, dass kein Rennstall am 31. Dezember 2010 mehr als 350 Angestellte haben darf. Ein Jahr später muss noch einmal auf 280 Mitarbeiter reduziert werden.

Sauber als 14. Formel 1-Team?

Das größte Hindernis ist noch die Nennliste der FIA. Auf der steht Sauber nicht drauf. Die FIA hatte am Morgen den vakanten 13. Platz Lotus zugesprochen, Sauber jedoch Hoffnungen gemacht, entweder auf eine Warteliste gesetzt zu werden, um beim Ausstieg eines weiteren Teams sofort nachzurücken, oder als 14. Team von allen Konkurrenten akzeptiert zu werden.

Der Verband gab bereits seinen Segen, 2010 notfalls auch 28 Starter zu akzeptieren. In Hinwil wurde die FIA-Hintertür positiv bewertet. "Wir freuen uns, dass uns die FIA einen Startplatz für die Formel-1-Weltmeisterschaft 2010 in Aussicht gestellt hat. Das Team geht davon aus, dass wir beim Saisonstart 2010 am Start sein werden."

BMW will vollständigen Ausstieg bis 2010

Qadbak war bereits vorab gewarnt worden, dass sie die FIA in einem ersten Schritt möglicherweise für Lotus entscheiden werde. Trotzdem blieb der neue Investor im Boot. Das bedeutet, dass die neuen Besitzer des Rennstalls bereit sind, zu warten. Damit entfällt der Druck der Frist, die sich BMW gesetzt hatte. Der Münchener Autokonzern hätte am 30. September allen Angestellten in Hinwil gekündigt, wäre bis dahin der Verkauf des Teams nicht über die Bühne gegangen.

BMW will bis zum 1. Januar 2010 sämtliche Leinen zur Formel 1 kappen. Mit dem Verkauf an Qadbak kommt vor allem eine Frage auf: Wer ist Qadbak, welche Interessen stecken hinter dem Engagement einer Stiftung, und wer steckt hinter dem geheimnisvollen Namen aus der Schweiz?

Bisher ist der Name "Qadbak" nur als Käufer des traditionsreichen Fußballclubs "Notts County" in Erscheinung getreten. Der englische Viertligist gilt als ältester Fußballverein der Welt (Gründung 1862) und soll durch massive Investitionen aus dem mittleren Osten in die Premier League geführt werden.

Lesen sie zu diesem Thema auch den Blog von Michael Schmidt: "Sauber ist besser als Lotus"

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