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Nach Motorenstreit

Weihnachts-Bash zwischen Red Bull und Mercedes

Red Bull - Weihnachtskarte 2015 Foto: @redbullracing / Twitter 61 Bilder

Die Motorensuche von Red Bull für das Jahr 2016 war eines der großen Themen der abgelaufenen Formel 1-Saison. Anscheinend knistert es zwischen dem Brausehersteller und Mercedes noch immer. So lassen sich zumindest die Weihnachtsgrüße der beiden Teams deuten.

21.12.2015 Andreas Haupt

Mal hatte Red Bull einen Motor für das kommende Jahr. Mal stand man ohne da. Zuerst war es ein Mercedes-V6. Dann keiner. Dann ein Ferrari-Motor. Dann nur die 2015er Spezifikation. Und auch Honda stand zur Debatte. Schlussendlich blieb nur die Rückkehr zu den ungeliebten Aggregaten von Renault. Das Hin-und-Her bestimmte die Formel 1-Saison 2015.

Red Bull überfährt Wolff

Wie es aussieht, stößt Red Bull vor allem der geplatzte Motoren-Deal mit Mercedes noch immer sauer auf. Der Abonnements-Weltmeister der Jahre 2010 bis 2013 war zunächst davon ausgegangen, einen Abschluss mit Mercedes eintüten zu können, erhielt dann aber doch eine Abfuhr. Weil Mercedes Angst vor den Chassisqualitäten des Gegners gehabt habe, meinen die einen. Andere sehen Red Bull selbst in der Schuld.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff begründete die Absage im Interview mit auto motor und sport so: "Wir wollen mit den gleichen Rahmenbedingungen antreten. Red Bull kann sein Budget hauptsächlich in die Chassis-Entwicklung einbringen. Das Management glaubt, den Anspruch auf den besten Motor zu haben. Das entspricht nicht unserer Philosophie (…) Der zweite Aspekt ist, wie man mit einem Partner umgeht, wenn man in Schwierigkeiten steckt. Und der dritte Punkt ist, dass wir lange nicht die finanziellen Rahmenbedingungen wie Red Bull hatten. Die mussten wir uns erst erarbeiten. Wir müssen beim Thema Red Bull schon Äpfel mit Äpfel und Birnen mit Birnen vergleichen."

In einer Weihachtskarte nahm Red Bull selbst noch einmal Stellung. In der Karikatur sitzen Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo gemeinsam im neuen RB12. Der ist aber gar nicht neu, sondern steinalt. Es handelt sich um das Fahrzeug von Fred Feuerstein. Soll heißen: Kvyat und Ricciardo müssen den Wagen mit den Füßen anschieben, einen Motor gibt es am Auto mit den Steinreifen von Pirelli nicht. "Bernie hatte Mitleid mit Red Bull und hat ein Auto aus seiner persönlichen Sammlung angeboten", heißt es in der Karte.

Bitter-böse oder britischer Humor: Die Piloten walzen Mercedes-Teamchef Toto Wolff platt. Technik-Guru Adrian Newey und Red Bull-Teamchef Christian Horner schauen dabei zu. "Frohe Weihnachten und ein fröhliches neues Jahr. Eine Urlaubskarte von uns für euch", twitterte der Brausehersteller am 18. Dezember 2015 um 16:01 Uhr.

Mercedes nimmt etwas Fahrt raus

Die Uhrzeit ist in diesem Fall wichtig. Denn: Um 20:25 Uhr folgte der Mercedes-Konter unter dem Slogan: "Verrücktes Kart-Weihnachts-Blutbad". In einem Video, das die Weltmeister-Mannschaft über Twitter und Youtube verbreitete, sind zwei Fahrer auf kleinen Elektrokarts zu sehen. Die Szene spielt sich in Brackley, dem Hauptsitz des Mercedes-F1-Teams ab. Die beiden Piloten, welche die Helme von Nico Rosberg und Lewis Hamilton tragen, kreiseln zunächst dreimal um die Rezeption, ehe sie in zwei Stapel Red Bull-Dosen rauschen. Angefeuert von einigen Teammitgliedern. Am Ende des Videos ziehen die Fahrer die Helme ab. Es sind Toto Wolff und Chefkonstrukteur Aldo Costa.

"Die Schule ist aus! Angesichts dessen, dass das Formel 1-Paddock in Feierlaune ist - speziell unsere Freunde in Milton Keynes - haben sich Schulleiter Toto Wolff und Wirtschaftsingenieur Aldo Costa in passender Weise abgemeldet - bei vollem Gegeneinschlag!", heißt es im Tweet und der Videobeschreibung. Ob Mercedes den Clip schon vorher abgedreht hatte oder erst als Reaktion auf die Red Bull-Karte, lässt sich nicht nachvollziehen.

Jedenfalls nimmt Mercedes selbst Fahrt aus der Sache. In zwei Antworten auf die Red Bull-Twitternachricht schreibt der Rennstall. "Handlungen sind lauter als Worte … oder Karten ;). Habt tolle Weihnachten Jungs! #F1Family #Banter (Geplänkel)". Und: "Oh, ihr dreisten Schufte (muss … nicht … kichern). #F1Family #Banter".

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