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Bottas mit Marathon-Test

"Es wird auf den Fahrer ankommen"

Valtteri Bottas - Williams - Formel 1 - Test - Bahrain - 19. Februar 2014 Foto: ams 138 Bilder

Valtteri Bottas ist der Marathon-Mann der Formel 1. Am zweiten Testtag von Bahrain legte der Finne 116 Runden oder 628 Kilometer zurück. Also zwei Renndistanzen. Bottas gibt uns einen Vorgeschmack, was wir bei den Rennen zu erwarten haben.

21.02.2014 Michael Schmidt

Es war wie in alten Tagen. Valtteri Bottas fuhr und fuhr und fuhr. Insgesamt 116 Runden oder 628 Kilometer. Nicht an vier Testtagen, sondern an einem. Williams machte am sechsten Testtag dieses Formel 1-Winters den Eindruck, als hätte man das Monster gezähmt. Vergessen war der Ärger mit der Benzinpumpe und mit dem Kabelbaum am Tag zuvor. Dafür übernahm Mercedes die Verantwortung.

Kaum waren die Probleme gelöst, lief der Willians FW36 wie ein Uhrwerk. Und vor allem konstant schnell. "An Tagen wie diesen geht die Zeit schnell vorbei. Am Mittwoch ist sie zäh dahingeflossen. Die Mechaniker haben über Nacht alle Probleme gelöst. Und wie. Es war unser erster Testtag ohne ein einziges Problem", lobte Bottas.

Williams auf Anhieb schnell

Der 24-jährige Finne zeigte gleich zu Beginn des Testtages, wie gut der Williams in diesem Jahr ist. Er drehte acht Runden am Stück unterhalb der 1:40er Marke. Zu dem frühen Zeitpunkt waren Rundenzeiten von 1:40 Minuten für viele Konkurrenten noch eine echte Schallmauer. "Das Auto hat vom ersten Meter an funktioniert. Es lässt sich leicht ausbalancieren, und es ist schön zu fahren. Es ist noch schwer einen Vergleich zur Konkurrenz zu ziehen, aber wir sind deutlich besser aufgestellt als zum gleichen Zeitpunkt im letzten Jahr", schwärmte Bottas.

Augenzeugen an der Strecke berichten, dass der Williams in den Bremszonen satt auf der Straße liegt, und dass die Fahrer früher aufs Gas steigen können als viele ihrer Rivalen. Im Topspeed liegt das blaue Auto weiter an der Spitze. Die Rundenzeit von 1.37,328 Minuten reichte am Ende für den fünften Platz. Dafür, dass Bottas 2,418 Sekunden auf Kevin Magnussens Bestzeit fehlten, gibt es eine Erklärung. Der Williams-Pilot war nur mit den Medium-Reifen unterwegs.

Fahrer wichtiger als früher

Für Bottas war der simulierte Grand Prix eine neue Erfahrung. "Wir haben natürlich geschaut, dass wir mit dem Sprit innerhalb des 100 Kilo-Limits bleiben. Sonst würde eine Rennsimulation ja keinen Sinn machen. Ich habe viel darüber gelernt, wie ich Sprit sparen kann, ohne Rundenzeit zu verlieren. Der Computer regelt viel, aber trotzdem hat der Fahrer noch einen großen Einfluss auf den Benzinverbrauch."

Bottas macht sich keine Sorgen, dass die Formel 1 zu langsam wird: "Wir werden keine zweite GP2. Die Zeit von Magnussen hat gezeigt, wo die Reise hingeht. Am Ende der Saison werden wir ähnliche Rundenzeiten fahren wie 2013. Wir haben weniger Grip, aber mehr Leistung. Auf der Gerade sind wir schneller, in den Kurven langsamer."

Reifenmanagement schwieriger als zuvor

Von mangelndem Fahrspaß ist keine Rede. "Wenn du frische Reifen draufhast und der Grip da ist, spürst du wie viel Dampf die neue Motoren haben. In diesem Jahr kommt es wirklich auf den Fahrer an. Der kann beim Spritverbrauch und beim Umgang mit den Reifen einen Unterschied machen. Bei meiner Renndistanz hat sich gezeigt, dass das Reifenmanagement noch schwieriger geworden ist. Du musst bei so viel Drehmoment und weniger Abtrieb viel sensibler mit dem Gaspedal umgehen. Es ist viel einfacher, den Reifen in den gefährlichen Temperaturbereich zu bringen."

Bottas warnt: "Im Augenblick ist es nicht besonders heiß. Beim Grand Prix werden andere Temperaturen herrschen. Das wird die Aufgabe noch schwerer machen." Bottas ist froh, dass er in einem Auto mit Mercedes-Motor sitzt. "Es sieht so aus, als hätte die Mercedes-Teams im Augenblick einen kleinen Vorteil. Das kann sich besonders zu Saisonbeginn auszahlen. Ferrari hat aber auch gute Arbeit geleistet. Ich erwarte uns in den Top Ten."

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