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Bestzeit zum Test-Abschluss

Bottas will bei Mercedes-Fehlern abstauben

Valtteri Bottas - Williams - Formel 1-Test - Barcelona - 1. März 2015 Foto: xpb 27 Bilder

Die zweite Barcelona-Testwoche lief gut für Valtteri Bottas. Nach Platz zwei am Freitag kletterte er am Sonntag einen Rang nach oben. Der Finne fliegt mit Rückenwind nach Australien, weiß aber auch, dass Mercedes kaum zu schlagen sein wird.

02.03.2015 Andreas Haupt

Valtteri Bottas reist mit einer Laufleistung von 2.201 Kilometern zum Saisonauftakt nach Australien. Und mit einer Bestzeit im Rücken. Zum Abschluss der vorsaisonalen Testfahrten brannte der Finne in 1:23.063 Minuten die schnellste Zeit in den Asphalt. Es war über die Woche gesehen die drittschnellste Runde. Hinter den beiden Mercedes-Fahrern Nico Rosberg und Lewis Hamilton.

Bottas erster Mercedes-Verfolger

Während Bottas auf Hamilton nur ein paar Tausendstel fehlten, büßte er gegenüber Rosberg um 0,271 Sekunden ein. Kleiner Wehrmutstropfen. Beide Silberpfeil-Piloten erzielten ihren jeweils schnellsten Umlauf auf den weichen Pirelli-Reifen. Bottas legte seine Bestzeit auf den haftfreudigeren "Supersofts" hin. Sie sollten in Barcelona noch ein paar Zehntel schneller als die weiche Mischung sein.

"Nicos Zeit war ziemlich stark", befand Bottas. "Alle wussten, dass sie stark sind. Aber es war eine Überraschung, dass sie so dermaßen stark sind." Den Mercedes-Berechnungen zufolge liegt das Weltmeister-Team um 0,8 Sekunden vor der Konkurrenz (Testanalyse). Hinter den Silberpfeilen streitet sich eine Dreiergruppe um die Verfolgerposition. Ferrari, Red Bull und Williams. Mit leichten Vorteilen für den englischen Traditionsrennstall aus Grove.

"Wir wollen die Lücke zu Mercedes schließen. Wenn Sie einen Fehler machen, müssen wir da sein", sagt Bottas und macht seinen Ingenieuren Druck: "Wir müssen sicherstellen, dass wir in jedem Rennen stark sind." Bislang ist er mit der Arbeit seines Rennstalls zufrieden. "Die Updates in dieser Woche haben alle funktioniert. Das ist schön zu sehen. Und in Melbourne kommen noch ein paar kleine Verbesserungen." Für die letzte Barcelona-Testwoche hatte das Team einen neuen Heckflügel sowie enger anliegende Seitenkästen und veränderte Leitbleche im Gepäck.

Williams braucht noch mehr Abtrieb

Williams hat seinen Fahrern wie im vergangenen Jahr ein schnelles Auto gebaut. Besonders auf den Geraden. Man sieht es an den Topspeedmessungen. 2014 war Williams besonders stark auf schnellen Strecken. In Österreich zum Beispiel kamen beide Williams in die erste Startreihe – vor Mercedes.

Doch man litt ein wenig auf Pisten, die besonders viel Abtrieb verlangen. Zum Beispiel in Monte Carlo oder Singapur. Wie sieht es 2015 aus? "Die Charakteristik des Autos ist ähnlich mit dem letzten Jahr. Wir haben zwar schon einen guten Schritt nach vorne gemacht, aber es gibt noch Arbeit zu erledigen. Es wird Strecken geben, auf denen wir mehr Abtrieb brauchen", erkärt der WM-Vierte aus dem Vorjahr.

ERS ein großer Vorteil

Laut Bottas hat Williams Fortschritte bei der Stabilität des Hecks gemacht. Davon profitiere auch die Traktion. "Das Brake-by-Wire-System haben wir feingetunt." Nicht zu vergessen sind die Fortschritte am Verbrennungsmotor. Der Mercedes-V6 hat hier um 20 bis 40 PS nachgelegt. Zudem ist das ERS verbessert.

Bei den Hybridbausteinen hecheln Ferrari, Renault und Honda nach wie vor Mercedes klar nach. "Das ERS reduziert seine Power praktisch nicht mehr. Wir können die Energie die ganze Runde nutzen. Das sehen Sie an dem grünen Lichtchen, das fast nie Rot wird. Das sollte uns in der Rundenzeit, aber vor allem im Rennen helfen", sagt Bottas, der 2014 sechs Mal auf dem Podest landete.

Zur Erklärung: Wie 2014 darf die MGU-K pro Umlauf maximal 2 Megajoule an Energie einspeisen. Vier dürfen aber verfeuert werden. Die von der MGU-H generierte Energie ist nicht limitiert. Und kann entweder in die Batteriezellen fließen oder direkt zur Unterstützung der MGU-K gegeben werden. Beim Einspeisen und Abgeben der Power ist Mercedes mit seinen Bausteinen gegenüber der Konkurrenz im Vorteil.

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