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Bottas tritt auf Bremse

"Ferrari wohl besser in Ungarn"

Valtteri Bottas - Williams - F1 - 2015 Foto: xpb 43 Bilder

Williams überraschte Ferrari in Silverstone und löste die Italiener als Nummer zwei im Feld ab. Für den GP Ungarn sieht Valtteri Bottas sein Team in einer schlechteren Position. Trotzdem will er nicht vorzeitig aufgeben und verweist aufs letzte Jahr.

23.07.2015 Andreas Haupt

Valtteri Bottas ist ein gefragter Mann im Fahrerlager. Bei seiner Presserunde am Donnerstag (23.7.2015) wurde der Finne im Williams-Motorhome von Journalisten umzingelt und bekam die Aufnahmegeräte vor die Nase geknallt. Die schreibende Zunft wollte wissen: Gibt es Neuigkeiten für 2016?

Bottas wird seit Monaten als Nachfolger von Kimi Räikkönen bei Ferrari ins Spiel gebracht. Eine italienische Sportzeitung berichtete gar von einer Einigung und einer Ablöse im zweistelligen Millionenbereich. "Bislang gibt es keine Entscheidung oder irgendwas zu verkünden", antwortet der Finne.

Kein klares Bottas-Bekenntnis zu Williams

Ein klares Bekenntnis zu Williams vermeidet er aber: "Die Zukunft wird zeigen, ob das Team wieder ganz nach oben kommt. Dieses Jahr wird es schwierig, noch Rennen zu gewinnen. Ich sehe aber Potential. Williams ist ein gutes Team und war in der Vergangenheit schon ganz oben."

Im Vergleich zu Ferrari sind allerdings im Privatrennstall die finanziellen Ressourcen begrenzt. Wenngleich festzuhalten ist, dass Williams im diesjährigen Entwicklungsrennen trotz geringerer Geldmittel besser abschneidet. In England war man erstmals schneller als Ferrari. Im Qualifying platzierten sich Bottas und Felipe Massa geschlossen in der zweiten Reihe hinter den Mercedes.

Für den anstehenden GP in Ungarn sieht Bottas allerdings schlechtere Karten. "In der Theorie ist das hier nicht die beste Strecke für uns. Ich denke, dass Ferrari auf dieser Art von Strecke ein bisschen besser sein wird als wir", urteilt der Williams-Pilot, ehe er nachschiebt. "Allerdings werfen wir nicht das Handtuch, bevor das Wochenende überhaupt losgegangen ist."

Update-Paket sollte in Ungarn helfen

Der Williams FW37 war bislang ein Auto für schnelle Strecken mit langen Geraden und Highspeed-Ecken. Auf langsamen Kursen tat man sich schwer. Beispiel Monaco. "Wir haben Monaco ausgiebig analysiert. Wir sind dort mit dem Auto außerhalb des Abstimmungsfensters geraten. Das wird nicht noch einmal passieren", sagt Bottas.

Optimistisch für die High-Downforce-Bahn in Budapest stimmt ihn auch das letzte Jahr. "Im Qualifying sind wir auf dem dritten Platz gelandet. Und auch die erste Rennphase war gut." Am Ende reichte es in einem chaotischen Rennen mit nasser Piste zu Beginn und zwei Safety-Car-Phasen nur zum achten Platz. Massa wurde Fünfter.

In Ungarn sollte Williams auch von dem in Österreich eingeführten Update-Paket profitieren, dass für mehr Abtrieb sorgt. Ein Extra-Zugewinn in den 14 vorwiegend langsamen Kurven des Hungaroring. Williams schiebt für Budapest sogar einen neuen Frontflügel nach, von dem nur Bottas profitieren wird. Weil er in der WM als Vierter mit 3 Punkten (77 zu 74 Zähler) vor Massa liegt, kommt er in den Genuss des einzig verfügbaren Update-Exemplars.

Keine Sorge wegen der Hitze

Vor den heißen Bedingungen von über 30 Grad hat Bottas keine Angst. "Wir bevorzugen Hitze, weil unser Kühlpaket sehr effizient ist." Soll heißen: Bottas hofft, dass andere Teams im Heck die Verkleidung mehr aufmachen müssen, um die Kühlung zu gewährleisten. Das kostet Anpressdruck.

Ein besonderes Augenmerk wirft Bottas auf den Samstag. "Wir müssen uns auf die Qualifikation konzentrieren. Ein gutes Ergebnis hilft dort ungemein, weil es sehr schwierig ist, den direkten Gegner auf der Strecke zu überholen."

Sollte es am Sonntag zu einer ähnlichen Konstellation wie vor drei Wochen in Silverstone kommen, als Massa und Bottas am Start in Führung gingen, sieht der Finne seine Truppe besser aufgestellt. "Wir haben in Bezug auf die Strategie sehr viel gelernt. In Zukunft werden wir cleverer agieren. Es war eine spezielle Situation in England, als wir plötzlich auf Platz eins und zwei waren. Beim nächsten Mal sind wir besser vorbereitet, und werden einen besseren Job machen."

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