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Bottas vs. Räikkönen

Zweite Runde im Finnen-Duell

Kimi Räikkönen - GP Mexiko 2015 Foto: xpb 57 Bilder

Nach dem Crash in Russland gerieten Valtteri Bottas und Kimi Räikkönen in Mexiko erneut aneinander - dieses Mal mit dem besseren Ende für den Williams-Piloten. Trotzdem war Bottas anschließend nicht sonderlich begeistert.

02.11.2015 Tobias Grüner

Nur 2 der 20 Formel 1-Piloten im Feld kommen aus Finnland. Doch Valtteri Bottas und Kimi Räikkönen scheinen sich momentan magisch anzuziehen. Auf der Strecke kennen die beiden schnellen Nordmänner keine Freunde. In den direkten Zweikämpfen kam es nun schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen zur Kollision.

Das erste heiße Duell der beiden kühlen Blondschöpfe gab es beim GP Russland. In der letzten Runde startete Räikkönen einen Angriff, der für Bottas in der Bande endete. Der Iceman wurde von den Kommissaren als Unfallverursacher ausgemacht und kassierte eine Zeitstrafe. Das half Bottas aber auch nicht weiter. Die Piloten wiesen sich anschließend gegenseitig die Schuld zu.

In Runde 21 kam es in Mexiko zur Revanche. Bottas startete in Kurve 4 einen Angriff. Räikkönen machte die Innenbahn zu, doch Bottas blieb außen auf Augenhöhe mit seinem Gegner. Im Parallelflug steuerten die Finnen auf Kurve 5 zu. Dann kam es auch schon zum Crash. Räikkönen lenkte ein, Bottas konnte nicht ausweichen.

Duell hätte nicht im Crash enden müssen

Das linke Vorderrad des Williams verhakte sich mit dem rechten Hinterrad des Ferrari. Beim italienischen Auto knickte die Aufhängung ein. Bottas konnte unbeschädigt weiterfahren. "Der Aufprall - sowohl vertikal als auch horizontal - muss heftig gewesen sein", analysierte Williams-Chefingenieur Rob Smedley. "Dafür sind Hinterradaufhängungen nicht ausgelegt. Wir hatten wohl einfach nur Glück. Für Valtteri hätte es ebenfalls das Ende bedeuten können."

Bottas selbst zeigte sich wenig begeistert, dass es schon wieder gekracht hat: "Wir kämpfen hart auf der Strecke. Aber normalerweise sollte in solch einer Schikane Platz genug für 2 Autos sein. Dieses Mal war das aber nicht der Fall. Ich habe das Risiko abgeschätzt und sah eine gute Chance vorbeizukommen. Ich hatte keinen Platz mehr auf der Innenbahn. Es hätte eigentlich nicht so enden müssen."

Smedley pflichtete seinem Schützling bei: "Valtteri hat Kimi im ersten Teil der Schikane genügend Platz gelassen. Wenn man sich die Onboard-Perspektive anschaut, dann sieht man, dass er anschließend keine Chance mehr hatte auszuweichen. Er war ja schon mit 2 Rädern neben der Strecke. Kimi musste wissen, dass er da ist. Er hat sich ja vorher innen verteidigt. Das wäre wirklich extrem enttäuschend, wenn das Rennen auch für uns vorbei gewesen wäre. Valtteri hat absolut nichts falsch gemacht."

Räikkönen weist Schuld von sich

Crash-Gegner Räikkönen sah das verständlicherweise etwas anders. Auch wenn der Ferrari-Pilot auf direkte Schuldzuweisungen verzichtete. "Jeder hat seine eigene Meinung dazu. Ich bin sicher, dass er mir die Schuld dafür gibt. Er war schon auf dem Kerb. Viel Grip gab es dort nicht. Seine Vorderräder haben etwas blockiert und ich musste irgendwann einlenken. Ich kann ja nicht einfach geradeaus fahren."

In Russland setzte es eine Strafe. In Mexiko verzichteten die Schiedsrichter auf Maßnahmen. "Ich bin mir sicher, dass einige sagen, es war mein Fehler und andere sagen, es war sein Fehler", gab sich Räikkönen gewohnt emotionslos. "Das ändert nichts am Ergebnis. Wir haben heute leider den Kürzeren gezogen. Das war einfach ein Scheiß-Wochenende."

Nur in einem sind sich die Piloten einig: Eine Aussprache sei nicht notwendig: "Das bringt nicht viel", grummelte Kimi. "Vielleicht fühlt er sich jetzt besser nach dem Russland-Unfall. Wenn ja, schön für ihn. Ich habe kein persönliches Problem mit niemandem. Das ist Rennsport. Ich bin der Meinung, dass sich die Dinge auf lange Sicht immer von selbst regeln."

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