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Bourdais-Strafe

Kommissare machen sich lächerlich

Was haben sich die Sportkommissare Graham Stoker, José Abed und Kazunari Yamanashi dabei gedacht? Der Sechstplatzierte Sebastien Bourdais bekam eine 25-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt, weil er Artikel 16.1 des Sportgesetzes verletzt haben soll.

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Foto: Red Bull

Ein fröhliches Konnichi Wa aus Japan. Am Fuße des berühmten Mount Fuji traf sich ... Auf dem Treppchen jubelte am Ende der gleiche Pilot wie v... Abgesehen von Sieger wurde in Japan für reichlich Abwech... Dieser Mechaniker erlaubte sich einen Scherz und pinselte... Japanisches Kulturgut: Um-die-Wette-Fotografieren. Hier das Gewinner-Motiv. Dieses Modell schaffte es nicht in die engere Auswahl. Auch WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton musste die fernöstl... Diese Rückansichten konnten sich ebenso sehen lassen. Die Fotografen ließen sich nur allzu schnell v... ... so dass die Piloten in Ruhe Zeit zum Fernsehen hatten. Auch Sebastian Vettel genoss das Programm. Timo Glock genoss lieber das große All-You-Can... Jetzt aber endlich zum Sportlichen. Der heilige Berg versteckte sich zunächst noch hinter ei... ... aus der sich im Freien Training teils heftige Nieders... Doch pünktlich zum Qualifying brach der Himmel wieder au... ... und sorgte für trockene Bedingungen auf der Piste. Lewis Hamilton kam damit am besten zurecht ... ... und sicherte sich vor Kimi Räikkönen und Heikki Kov... Damit jeder Zuschauer noch vor dem Rennen sein Foto mache... Nur Toyota-Pilot Jarno Trulli hatte sich irgendwo auf der... Nick Heidfeld und Timo Glock kümmerten sich derweil um d... Auch für Sebastian Vettel war eine ... ... der pinkfarbenen Schilderhalterinnen abgestellt. Doch der junge Heppenheimer schien nur wenig begeistert v... Als alle endlich ihre Plätze eingenommen hatten ... ... konnte das Rennen endlich gestartet werden. Räikkönen erwischte den besten Start ... ... wurde allerdings innen von Hamilton ausgebremst und n... Im Mittelfeld gab es ein großes Durcheinander ... ... mit zahlreichen Berührungen. Während Webber noch nach außen ausweichen k... Was heißt kaputtes Auto auf japanisch? Richtig... Der Schotte nahm sich danach die Zeit für eine entspan... Der komplett versammelte Fanclub aus der Heimat war aller... Auf der Strecke ging es dagegen spannend weiter. Lewis Hamilton versuchte verlorenen Boden gut zu machen ... ... und Felipe Massa zu überholen. Es blieb beim Versuch: Der Brasilianer drehte den Silberp... Zwischen Rot und Silber herrschte Gesprächsbedarf. Für die beiden Streithähne gab es eine Durchfahrtstrafe... ... wegen zu ruppiger Fahrweise. Danach fand sich Hamilton am Ende des Feldes wieder und m... Nutznießer der Aktion war der neue Führende... Für den anderen BMW von Nick Heidfeld lief es nach einem... Doch auch Kubica konnte sich nicht lange über die Führu... Nach dem ersten Boxenstopp ging Fernando Alonso am Polen ... ... und ließ sich anschließend nich... Kubica musste sich am Ende noch gegen den heranstürmende... Felipe Massa betrieb mit Rang sieben und zwei WM-Punkten ... Sebastian Vettel kam auf Platz sechs als einziger Deutsch... Vorne ließ Alonso allerdings nichts mehr anbre... ... und rollte wie schon in Singapur als Erster über die... Flankiert von Kubica und Räikkönen feierte der zweifach... Auch Teamkollege Nelsinho Piquet hatte auf Rang vier Grun... Nach zahlreichen Enttäuschungen konnte die Briatore-Trup... Nicht in Feierlaune war nach dem Rennen dagegen Sebastien... Da er sich aber immer noch die Ohren zuhält, hat er es a...

Er habe, so das Urteil, die Kollision mit Felipe Massa verursacht. Tenor im Fahrerlager: Diese Strafe ist lächerlich. Weil Massa durch die Rückversetzung von Bourdais auf Platz zehn einen WM-Punkt dazu gewann, festigt sich in der Szene der Verdacht, dass hier wieder einmal Ferrari geholfen werden soll. "Ich sage jetzt besser gar nichts, sonst müsste ich es bereuen", meinte McLaren-Chef Ron Dennis.

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Toro Rosso · Strafe · Fuji · Japan · Bourdais

Kein Platz für Bourdais

Was war passiert? Bourdais kam nach seinem zweiten Tankstopp aus der Box, Massa flog auf der Zielgeraden heran. Bourdais lag innen, Massa außen. Der Toro Rosso-Pilot fuhr mit den kurveninneren Rädern auf den Randstein. "Mehr ging nicht. Massa hatte Platz genug. Wo sollte ich denn sonst noch hin?", verteidigte sich Bourdais. Die Kommissare warfen dem Franzosen vor, dass er nicht rechtzeitig gebremst habe, um Massa auf der normalen Rennlinie in die Kurve einlenken zu lassen? Was für ein Unsinn! Beide Fahrer kämpften um Positionen in den Punkterängen. Es handelte sich hier nicht um ein Überrundungsmanöver.

Massa hätte Sebastien mehr Platz lassen müssen. Warum zieht er so stark in die Kurve rein?", fragte Toro Rosso-Teamchef Franz Tost. Die Strecke von Fuji ist an allen Stellen über 15 Meter breit. Durch die Haarnadel können locker zwei Autos parallel fahren, wenn der Fahrer, der außen liegt, mitspielt. Kimi Räikkönen und Robert Kubica haben wenig später vorexerziert, dass es geht.

Normaler Rennunfall

Massa fand die Bestrafung gerecht. "Ich hatte bereits in die Kurve eingelenkt. Er traf mich von hinten und drehte mich herum." Der Skandal bei der Bestrafung ist, dass die Sportkommissare gegen ihre eigenen Regeln entschieden. Rennleiter Charlie Whiting hatte die Piloten bei der Fahrerbesprechung in Singapur klar instruiert, wie das Vorfahrtsrecht aussieht, wenn ein Fahrer aus der Box sich in den Rennverkehr einfädelt. Der Fahrer, der auf der Strecke ist, muss auf den aufpassen, der aus der Box kommt. Was auch logisch ist.

Er kann die Situation viel besser einschätzen, weil er den anderen vor sich sieht. Der Fahrer, der die Boxengasse verlässt, kann weder nach hinten noch zur Seite schauen. Die Sicht ist wegen der hohen Cockpit-Seitenwände stark eingeschränkt. Er muss nur sicherstellen, dass er innerhalb der weißen Linie bleibt, die die Boxenausfahrt von der Strecke abtrennt. Das hat Bourdais gemacht. Der Zweikampf fand weit nach Ende der weißen Linie statt. Es war also ein ganz normaler Rennunfall.

Autor: Michael Schmidt
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