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Bourdais und Barrichello zittern

Foto: Red Bull 48 Bilder

Für Sebastien Bourdais und Rubens Barrichello ist die Zukunft offen. Beide haben noch kein Cockpit für 2009.

21.10.2008 Michael Schmidt

Bourdais läuft langsam die Zeit davon. Der Franzose kann nur noch bis Ende Oktober warten. Wenn er dann in der Formel 1 leer ausgeht, will er sich wieder Richtung USA orientieren. Der vierfache ChampCar-Meister könnte bei der neu vereinten Serie der IndyCars anheuern. Toro Rosso hat Bourdais noch nicht abgeschrieben. Nach den jüngsten guten Leistungen sind die Aussichten des Brillenträgers aus Le Mans gestiegen.

Bourdais holt auf

Mit einer Ausnahme hat es Bourdais seit dem GP Europa immer in das Top Ten-Finale der Qualifikation geschafft. Nur in Singapur blieb Sebastian Vettels Teamkollege in der ersten K.O.-Runde hängen. In Fuji und Shanghai fuhr Bourdais sogar auf Augenhöhe mit dem Deutschen. "Seit die Leitbleche modifiziert wurden, klebt das Heck besser auf der Straße. Das gibt mir mehr Vertrauen ins Auto", erklärt Bourdais den Aufschwung.

Sein größtes Problem ist die interne Politik. Red Bull-Fahrerberater Helmut Marko soll Vitantonio Liuzzi und Sebastien Buemi favorisieren. Das lacht das Fahrerlager. Liuzzi hat zwei Jahre lang bewiesen, dass er mit der Formel 1 überfordert ist. Er fuhr 2008 kein einziges Rennen. 4.575 Testkilometer im Force India sind keine Empfehlung für ein Comeback. Buemi ist ein großes Talent, doch die Formel 1 käme für den Schweizer ein Jahr zu früh.

Barrichello setzt auf seine Erfahrung

Rubens Barrichello muss um die Fortsetzung seiner Karriere zittern. Der Brasilianer hat noch immer keine Bestätigung, ob er bei Honda ein weiteres Jahr dranhängen kann. Gerüchten zufolge betreibt Marketingdirektor Nick Fry in Japan eifrig Politik gegen Barrichello. Die japanischer Fraktion wünscht sich plötzlich einen jüngeren Fahrer, wenn möglich einen Brasilianer.

Williams-Sponsor Petrobras soll 2009 zu Honda stoßen. Barrichello wehrt sich gegen die Ausmusterung. "Ich gehöre noch lange nicht zum alten Eisen, bin motiviert wie eh und je." Die Zahlen sprechen für den Rekordteilnehmer. Teamkollege Jenson Button und ihn trennen in jeder Qualifikation nur Hunderstelsekunden. "Ein Zeichen, dass wir das Maximale aus diesem Auto herausholen", bekräftigt Rubens.

Das Trainingsduell steht 9:8 für den Brasilianer, nach Punkten führt er 11:3. Die Regelreform von 2009 ist laut Barrichello ein weiterer Grund, der für ihn spricht: "Nächstes Jahr ist Erfahrung gefragt. Ich habe mehr als genug." Weil der neunfache GP-Sieger sich nicht so einfach in die Rente schicken lassen will, sucht er Alternativen zu Honda. Barrichello redet auch mit Toro Rosso und Renault.

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