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Boxenstopp-Statistik

204 Boxenstopps weniger als 2011

Boxenstopp Caterham 2012 Foto: xpb 29 Bilder

Die Rennen werden wieder übersichtlicher. Trotz scharfer Kritik an den kurzlebigen Pirelli-Reifen geht die Zahl der Boxenstopps deutlich zurück. Von 1.058 in 18 Rennen im Vorjahr auf 854 Stopps in dieser Saison nach einem vergleichbaren Zeitraum. Pirelli geht auf Nummer sicher.

12.11.2012 Michael Schmidt

Eine Bilanz lässt sich schon zwei Rennen vor Saisonende ziehen. Es gibt in diesem Jahr deutlich weniger Boxenstopps. Nach 18 Rennen wurde 854 Mal eine Boxendurchfahrt registriert. Im letzten Jahr waren es 1.058 Boxenpassagen in einem vergleichbaren Zeitraum.

Nur zwei Rennen mit mehr Boxenstopps

Auch wenn es 2011 mit dem GP Kanada und dem GP Ungarn zwei Regenrennen gab und in diesem Jahr mit dem GP Malaysia nur eines, auch wenn der GP Türkei durch den GP Bahrain ersetzt wurde und der GP Deutschland in Hockenheim statt auf dem Nürburgring stattfand, lässt sich ein eindeutiger Trend erkennen. Nur bei zwei der 18 Grand Prix gab es mehr Stopps. In Malaysia wegen des Regens und in Deutschland wegen des Streckenlayouts, das mehr auf die Reifen geht.

Die Zahl der Einstopprennen stieg auf fünf. Monaco, Belgien, Italien, Indien und Abu Dhabi. 2011 gab es keinen einzigen Grand Prix, bei dem mehr als die Hälfte der Fahrer mit einem Stopp taktierten. Dafür jede Menge Drei- und Vierstopprennen. Diesmal haben die Teams nur in Malaysia, China, Bahrain und Spanien drei Mal Reifen wechseln lassen.

Der Rückgang der Boxenstopps ist erstaunlich, denn eigentlich hätte es umgekehrt sein müssen. Drei der vier Gummimischungen von Pirelli waren weicher als im Vorjahr. Und die Autos haben zunächst deutlich an Abtrieb verloren. Es hat auch länger gedauert, bis die Teams die Reifen verstanden haben. Erst nach der Sommerpause verliefen die Rennen in geordneten Bahnen.

Danach gab es eigentlich nur noch logische Sieger: Red Bull, McLaren, Lotus. Ferrari wäre auch dabei gewesen, hätten die Roten in Spa und Monza Rennwochenenden ohne Pannen und Unfälle gehabt.

Pirelli zu konservativ in Indien und Abu Dhabi

Zuletzt wurde es sogar Pirelli etwas zu ruhig auf der Rennstrecke. "Wir sind wahrscheinlich mit zu harten Mischungen nach Indien und Abu Dhabi gegangen", gibt Pirelli-Sportchef Paul Hembery zu. "Das werden wir nächstes Jahr korrigieren." Beim GP Indien wurden 19 Boxenstopps weniger als 2011 gezählt, zuletzt in Abu Dhabi 12.

Dabei zählten beide Grand Prix schon im letzten Jahr zu denen am unteren Ende des Reifenverschleißes. Dass der Trend zu weniger Stopps gerade bei den letzten Rennen auffällig wird, hält Hembery für normal. "Die Autos generieren immer mehr Abtrieb, und die Teams haben gelernt, wie sie mit den Reifen umgehen müssen."

Spitzenreiter in diesem Jahr ist der GP Malaysia mit 76 Stopps. Kein Wunder bei einem Rennen, das im Regen beginnt und bei Trockenheit aufhört. Unter den Grand Prix bei konstanten Wetterbedingungen führt Bahrain mit 71 Stopps. Dagegen wirken der GP Monaco mit 26, der GP Indien mit 28 und der GP Italien mit 31 Boxenhalten fast schon wie Rennen aus grauer Vorzeit.

Was halten Sie davon? Wünschen Sie sich eher mehr oder weniger Boxenstopps zum Reifenwechsel oder vielleicht gar keine? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

RennenBoxenstopps 2011Boxenstopps 2012Differenz
GP Australien4641- 5
GP Malaysia5976*+ 17
GP China5856- 2
GP Türkei / Bahrain8271- 11
GP Spanien7767- 10
GP Monaco4326- 17
GP Kanada76*37- 39
GP Europa6549- 16
GP England5443- 11
GP Deutschland5060+ 10
GP Ungarn88*58- 30
GP Belgien5238- 14
GP Italien3531- 4
GP Singapur6956- 13
GP Japan6546- 19
GP Korea5041- 9
GP Indien4728- 19
GP Abu Dhabi4230- 12
Gesamt1.058854- 204
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