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Boxenstopps

Mercedes mit bester Boxencrew

Ferrari Boxenstopp Foto: xpb 38 Bilder

Auf der Rennstrecke gab es für Mercedes wenig zu lachen. Drei dritte Plätze durch Nico Rosberg, das war‘s. Nur in einer Disziplin waren die Silberpfeile top. Die Mercedes-Crew wickelte im Schnitt die schnellsten Boxenstopps ab.

06.12.2010 Michael Schmidt

Mit dem Nachtank-Verbot bekam der Boxenstopp eine besondere Bedeutung. In diesem Jahr entschied die Reifenwechsel-Crew über die Standzeit. In der Vergangenheit musste der Fahrer noch immer eine kleine Ewigkeit auf den Tankwart warten, bis der Lollipop hochging. Das Tankverbot hat die Boxenstopps deutlich beschleunigt.

Vettel mit kürzestem Stopp

Red Bull schaffte mit Sebastian Vettel in Monza den schnellsten Einzelstopp. Der spätere Weltmeister stand nur 2,9 Sekunden still. Insgesamt verbrachte Vettel lediglich 21,558 Sekunden in der Boxengasse. Der Weg von Einfahrt bis Ausfahrt ist in Monza dazu noch extrem kurz.

Über die Saison gesehen, hatte Mercedes die beste Boxenchoreografie. Achtmal ging der Pokal für die schnellsten Reifenwechsler an die Mannschaft der Silberpfeile. In Malaysia, der Türkei und Deutschland verbrachte Nico Rosberg die wenigste Zeit in der Boxengasse. In China, Spanien, Monaco, England und Belgien konnte sich Michael Schumacher bei seinen flotten Jungs bedanken.

Auf Rang zwei landete Red Bull, die in Bahrain, Australien, Ungarn, Italien und Abu Dhabi in der kürzesten Zeit vier Reifen wechselten. Ferrari war in Kanada, Europa und Singapur eine Klasse für sich. Die Sauber-Monteure gewannen den Wettbewerb um den schnellsten Boxenstopp in Korea und Brasilien, und die McLaren-Truppe landete in Japan einen Sieg.

Ferrari und MercedesGP verließen sich beim Boxenstopp auf ein vollautomatisches Ampelsystem. Das ist, wenn alles funktioniert, eine halbe Sekunde schneller als die klassische Lollipop-Variante. Wenn aber das geringste schiefgeht, so wie bei Rosberg in Barcelona und Budapest, gibt es kein Zurück mehr. Bei Grünlicht fährt der Fahrer los. Das System ist deshalb so tückisch, weil der letzte Schlagschrauber, der die Radmutter freigibt den Impuls für die Ampel steuert. Sitzt die Mutter verkantet auf der Nabe, und setzt der Monteur neu an, ist das bereits zu spät.

Boxencrew nach wissenschaftlichen Erkenntnissen

Red Bull ließ sich bei der Optimierung der Boxenstopps von seinem Nascar-Team inspirieren. Die Mannschaft, die bei Vettel und Webber die Reifen wechselte, war nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengestellt. An den Schlagschraubern arbeiteten die vier Mechaniker, die bei den Trainingseinheiten im Winter am schnellsten mit dem Gerät umgehen konnte. Den Lollipop bediente der Mann mit dem stabilsten Nervenkostüm. Er wurde nach einem Psychotest ausgewählt.

Die meisten Pannen beim Reifenwechsel gab es in der Lotus-Box. Jarno Trulli und Heikki Kovalainen mussten fünf Mal länger warten als die gesamte Konkurrenz. Bei Renault gab es entweder gut oder ganz schlecht. Die Boxenstopps in Kanada, Europa, Belgien und Korea gingen voll in die Hose. In Spa kostete ein verunglückter Stopp Robert Kubica Platz zwei. Hispania war ebenfalls vier Mal Schlusslicht. Keine Schande, denn es erwischte auch den Klassenprimus. Mercedes fasste in Spanien und Brasilien die längste Standzeit an den Boxen aus.

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