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Brawn GP

Shakedown in Silverstone

BGP 001 Foto: Brawn GP 17 Bilder

Update ++ Der neue Renner von Ross Brawn hat am Freitag (6.3.) den ersten Shakedown in Silverstone absolviert. Jenson Button durfte die ersten Runden mit dem BGP 001 drehen.

06.03.2009 Tobias Grüner

Ein großer Farbtupfer ist der neue Bolide aus Brackley nicht gerade: Auf die weiße Grundfarbe pinselten die Designer nur ein paar gelbe Akzentstreifen. Abgesehen von Bridgestone sucht man auch Sponsorenlogos vergeblich.

"Wir sind sehr zufrieden mit der Farbschema", erklärte Ross Brawn. "Wir haben es mit Absicht einfach gestaltet, um den aktuellen Stand des Teams widerzuspiegeln." Dabei habe man naturgemäß mit schwarz und weiß angefangen, die gelben Streifen geben dem Ganzen dann noch einen kleinen auffälligen Akzent. "Es unterscheidet sich sehr von den anderen Autos im Feld", sagte der Teamchef zufrieden.


Von der Farbe her ist das Auto also nicht so aufregend, dafür bietet es einige interessante Details an der Aerodynamik-Front. Die ovalen Kühlöffnungen an den Seitenkästen sind extrem breit und hoch angesetzt. Dafür ist der deltaförmige Lufteinlass oben an der Airbox größer als bei der Konkurrenz ausgefallen.

Tiefe Nase

Interessant ist auch die Front des neuen BGP 001: Tiefer als der neue Bolide von Brawn GP trägt kein anderes Modell in der Formel 1 die Nase. Der vorderer Teil ist ähnlich wie bei BMW und Williams relativ breit und rundlich. Der Frontflügel ist relativ feingliedrig und ausgearbeitet, wie bei den meisten Teams ist an den Endplatten eine zweite Ebene montiert.

Wie schnell der neuen Renner im Vergleich zur Konkurrenz ist, werden wir wohl erst in Melbourne sehen. Auch Ross Brawn wollte noch keine Vorhersage über die Konkurrenzfähigkeit seines neuen Teams wagen: "Das Auftaktrennen mit 20 neuen Autos ist immer schwer vorauszusagen, deshalb versuche ich es erst gar nicht. Wir haben die größte Herausforderung alleine schon damit gemeistert, überhaupt anzutreten."

Wie Brawn noch einmal bestätigte, habe er das Team von Honda gekauft. "Als Besitzer werde ich aber auch weiterhin von dem bisherigen Management unterstützt, das schon beim Verkaufsprozess eng mit mir zusammengearbeitet hat." Die Moral bei den Mitarbeitern in der Fabrik sei weiterhin intakt, obwohl es zwischenzeitlich nicht gut ausgesehen hatte. "Ich bin stolz auf den Kampfgeist und den Mut den ich über die letzten Monate in der Fabrik gesehen habe", sprach der Chef seinem Team ein Lob aus.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass das Auto kurzfristig auf einen neuen Motor und ein neues Getriebe angepasst werden musste, zog Brawn den Hut vor seiner Mannschaft. "Auch wenn der ersten Test viel später stattfindet als ursprünglich geplant, wird es ein sehr emotionaler Moment für alle im Team werden." In diesem Zusammenhang ging auch ein Dank nach Stuttgart an den Motorenpartner Mercedes-Benz, der kurzfristig für Honda eingesprungen ist.

Bis zum ersten Rennen in Australien wird Brawn GP noch beim zwei Tests antreten. In der kommenden Woche (9.-12.3.) wird die Mannschaft in Barcelona sein, drei Tage später geht es weiter nach Jerez. "Wir haben ein erhebliches Testprogramm vor uns und müssen uns voll auf die Arbeit konzentrieren", so Brawn.

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