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Brawn GP vs. Red Bull

Die WM-Kandidaten im Vergleich

Jenson Button Foto: dpa 17 Bilder

Sowohl die Fahrer-WM als auch in die Teamwertung wird in diesem Jahr vom Zweikampf zwischen Brawn GP und Red Bull dominiert. Wie unsere Analyse zeigt, hat die Mannschaft von Jenson Button momentan in fast allen Punkten die Nase vorne.

17.06.2009 Tobias Grüner

Piloten: Brawn GP
Bei den Fahrern ist es schwer, Vorteile für eines der beiden Teams zu erkennen. Mit zusammen über 430 Grand Prix-Starts punktet das Brawn-Duo Button und Barrichello beim Thema Erfahrung. Vom Grundspeed und von der Leistung im Qualifying sind Vettel und Webber allerdings mindestens ebenbürtig. Den Punkt für Brawn sichert Button diese Saison durch seine besondere Qualität, Fehler der Konkurrenz auszunutzen und selbst keine zu machen.

Teamharmonie: Brawn GP
Beide Fahrerduos stellen sich voll in den Dienst der Mannschaft. Krach gab es weder beim Einen noch beim Anderen. Da sich Sebastian Vettel bei Red Bull aber eher als Nummer eins im Team sieht, herrscht hier möglicherweise größeres Potenzial für Ärger. Die Chance, dass es hier irgendwann einmal funkt ist höher als bei Brawn. Button und Barrichello lassen sich dank ihrer großen Erfahrung auf keine Spielchen ein.

Zuverlässigkeit: Unentschieden
In puncto Standfestigkeit haben die beiden Teams bisher kaum Schwächen gezeigt. Bei Rubens Barrichello hat zweimal das Getriebe gestreikt. In Malaysia musste der Brasilianer fünf Startplätze zurück, in Istanbul folgte der einzige Ausfall der Saison. Bei Red Bull gab es Probleme bisher nur im Training: Dabei platzte schon zweimal der Renault-Motor. Im Qualifying von Shanghai hielt die Hinterachse bei Sebastian Vettel gerade so durch. Dafür dass Red Bull früher immer eine der höchsten Ausfallquoten hatte, konnte sich das Team in diesem Punkt deutlich steigern.

Auto: Brawn GP
Von der Charakteristik unterscheiden sich der BGP001 und der RB5 deutlich. Während der Brawn-Bolide seine Stärken in langsamen Ecken hat, gewinnt der Red Bull vor allem in schnellen Kurven seine Zeit. Da der Brawn in den schnellen Teilen aber weniger verliert als der Red Bull in den langsamen, hat das weiße Auto insgesamt einen leichten Vorteil.

Reifenverschleiß: Brawn GP
Der Brawn geht deutlich schonender mit den Bridgestone-Gummis um als das Auto der Konkurrenz. Nur im Qualifying hat der Red Bull einen Vorteil, wenn es darum geht, schnell Temperatur in die Slicks zu bekommen.

Strategie: Brawn GP
Bei den Taktik-Entscheidungen an der Boxenmauer hat das erfahrene Team von Brawn bisher fast immer alles richtig gemacht. Sebastian Vettel hat sich dagegen bei der Strategie schon dreimal verzockt.

Organisation: Brawn GP
Die Struktur bei Brawn GP ist klar gegliedert. An der Spitze steht mit Ross Brawn der Teamchef, der alle Fäden in der Hand hält. Bei Red Bull reden dagegen zu viele Personen rein. Mit Christian Horner, Helmut Marko und Adrian Newey haben die Bullen gleich drei hochrangige Teammitglieder im Kommandostand.

Finanzen: Red Bull
Der einzige Punkt mit einem klaren Vorteil für Red Bull. Gegen Ende der Saison dürfte das Vettel-Team noch mehr Ressourcen und Potenzial übrig haben. Ross Brawn verzichtete zuletzt sogar auf die Weiterentwicklung der Seitenkästen, nachdem die ersten Entwürfe zweimal durch den kostspieligen Crashtest gerasselt waren.

Motor: Brawn GP
Auf der Anriebsseite lautet das Duell Mercedes gegen Renault. Hier haben die Stuttgarter Motorenbauer die Nase vorne. Sowohl bei der Standfestigkeit als auch bei der Leistungsausbeute ist der Mercedes V8 im Vorteil. Falls beide Teams doch jemals auf die Hybrid-Technik zurückgreifen sollten, hat Mercedes auch noch das bessere KERS-System.

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