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Brawn GP vs. Red Bull

Noch neun Rennen bis zum WM-Titel

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 16 Bilder

In der ersten Saisonhälfte haben sich die Stärken und Schwächen der beiden Top-Teams Brawn GP und Red Bull bereits deutlich herauskristallisiert. Wir analysieren, wer auf den letzten neun Strecken der Saison die besseren Karten hat.

03.07.2009 Tobias Grüner

Die Prognose der Sieger fällt in dieser Saison allerdings deutlich schwieriger aus als noch in den vergangenen Jahren. Die Teams entwickeln mit einem derart hohen Tempo, dass Sprünge von mehreren Zehnteln von Rennen zu Rennen keine Seltenheit sind. Mit einem großen Aerodynamikpaket konnte Red Bull in Silverstone zuletzt die Spitze übernehmen. Aber schon für den Nürburgring hat Ross Brawn ein eigenes Update angekündigt. Ob der Konter gelingt wird sich herausstellen.

Nach acht Saisonrennen haben sich zwei Tendenzen bereits herauskristallisiert. Je schneller die Kurven und je niedriger die Temperaturen, desto besser sind die Voraussetzungen für den Red Bull. In Silverstone spielten alle Faktoren Sebastian Vettel perfekt in die Karten. "Wir hatten wohl auch mit dem alten Auto gewonnen", erklärte Teamchef Christian Horner zufrieden. Es ist aber unwahrscheinlich, dass noch einmal alles so perfekt zusammenpasst und der Vettel das gesamte Feld um eine halbe Sekunde pro Runde deklassieren kann.

GP Deutschland: Ausgeglichen
Das Rennen auf dem Nürburgring sollte den Brawn-Rennern schon wieder besser liegen. Der Wechsel von schnellen und langsamen Kurven ist deutlich ausgewogener. So könnte am Ende das bekannt wechselfreudige Eifel-Wetter darüber entscheiden, ob Button und Barrichello ihre Reifen in das richtige Temperaturfenster bekommen. Hilfreich ist dabei sicher der im Vergleich zu Silverstone deutlich griffigere Asphalt und die weicheren Reifenmischungen.

GP Ungarn: Vorteil Brawn GP
War Silverstone perfekt für Red Bull, so ist der Hungaroring die optimale Strecke für das Team von Ross Brawn. Die vielen engen Kurven in Buapest werden den weißen Boliden deutlich besser schmecken, als dem RB5. Dazu klettert das Quecksilber Ende Juli in Ungarn auch gerne einmal über die 30°C-Marke.

GP Europa: Vorteil Brawn GP
Auch in Valencia sieht es nach einem schweren Rennen für Sebastian Vettel aus. Die Hafenrundfahrt am Mittelmeer zeichnet sich durch viele harte Bremsmanöver vor den zahlreichen engen Kurven und Schikanen aus. Hier kommt es auf die Balance des Autos beim Verzögern an. Da zeigte der Brawn in der ersten Saisonhälfte besondere Qualitäten.

GP Belgien: Vorteil Red Bull
Auf der Ardennen-Achterbahn sieht die Lage schon wieder ganz anders aus. Neben der berühmten Eau-Rouge-Passage zeichnet sich der Kurs in Spa noch durch weitere schnelle Kurven aus. In Blanchimont oder Pouhon macht der Red Bull auf dem Papier die entscheidenden Zehntel gut. Neben einem schnellen Auto kann auf der langen Runde in Spa auch das fahrerische Können der Piloten einen entscheidenden Unterschied machen.

GP Italien: Ausgeglichen
Im Vorjahr konnte Sebastian Vettel in Monza gewinnen. In dieser Saison dürfte das etwas schwieriger werden. Die engen Schikanen sprechen genauso für den Brawn wie die langen Geraden. Hier kann der Mercedes-Motor sein Leistungsplus ausspielen. Mit den schnellen Lesmo-Kurven und in der Parabolica dürfte wiederum der Red Bull-Renner besser zurechtkommen. Wir erwarten einen enges Duell beim Klassiker.

GP Singapur: Vorteil Brawn GP
Wie in Valencia sind in Singapur vor allem standfeste Bremsen gefragt. Auf den Stop-and-Go-Strecken zeigte sich der Brawn bisher besondere Qualitäten. Auch das Aufwärmen der Reifen dürfte kein Problem darstellen. Hier wird es für das Vettel-Team schwer werden, Punkte im WM-Endspurt aufzuholen.

GP Japan: Vorteil Red Bull
Nach drei Jahren kehrt diese Saison Suzuka wieder in den Rennkalender zurück. Der Klassiker besticht mit einem flüssigen Streckenverlauf und vielen schnellen Passagen. Hier sollte der Red Bull einen besseren Rhythmus finden als die weiße Konkurrenz.

GP Brasilien: Ausgeglichen
In Brasilien ist die Mischung zwischen schnellen und langsamen Kurven wieder etwas ausgeglichener. Wichtiger sind hier die Motorleistung auf der langen Bergauf-Geraden und die Fähigkeit, mit den harten Bodenwellen umzugehen.

GP Abu Dhabi: Vorteil Brawn GP
Für das große Saisonfinale in Abu Dhabi gibt es noch keine Erfahrungswerte. Sollte Sebastian Vettel die WM bis zum letzten Rennen spannend gestalten können, hat Jenson Button hier zumindest theoretsch die besseren Karten. Enge Kurven prägen das Streckenlayout. Und auf der Temperaturenseite sollte sich Vettel auch keine großen Hoffnungen machen. In Abu Dhabi ist es heiß - immer.

Wie unsere Analyse zeigt, wird es für Sebastian Vettel schwer werden. Echte Vorteile zeigen sich vor allem in Spa und in Suzuka. Auf den anderen Strecken sind die Brawn mindestens ebenbürtig. Bei einem Vorsprung von 25 Punkten müsste bei Jenson Button schon einiges schief laufen, damit er den Titel noch vergeigt. Oder Sebastian Vettel muss noch auf einen weiteren Geistesblitz von Red Bull-Designer Adrian Newey hoffen.

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