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Konkurrenz holt auf

Sorgen bei WM-Spitzenreiter Brawn GP

Jenson Button Foto: dpa 21 Bilder

In Bahrain scheint Brawn GP von der Konkurrenz überholt worden zu sein. Vor allem die große Hitze setzt den Mercedes-Triebwerken beim Honda-Nachfolger zu. Im Rennen hofft das Team auf fallende Temperaturen.

26.04.2009 Michael Schmidt

Jenson Button und Rubens Barrichello starten beim GP Bahrain von den Plätzen vier und sechs. Damit hatte keiner gerechnet. Während die BrawnGP-Piloten in Shanghai spritbereinigt wenigstens noch die schnellsten Fahrer im Feld waren, wurden sie in Bahrain auch unter Einrechnung des Benzingewichts von Sebastian Vettel und Jarno Trulli geschlagen.

Ist der Höhenflug des Honda-Nachfolgeteams schon verraucht? "Die Gegner sind nähergekommen", räumt Teamchef Ross Brawn ein, "doch hier in Bahrain herrschen besondere Umstände, und die werfen uns zurück." Gemeint ist die große Hitze. Die Mercedes-Motoren im Brawn GP drohten bei 41 Grad in der Qualifikation zu überhitzen.

Hoffnung auf kühleres Wetter

"Wir mussten mit der Motorleistung runter", verrät Brawn. Deshalb drückt er die Daumen, dass der Wetterbericht stimmt. Am Sonntag sollen die Temperaturen fallen. "Jedes Grad hilft uns. Es wäre schlecht, auf dieser Strecke auf Power verzichten zu müssen."

Die Gegner haben aber auch ohne das Temperaturproblem bei Brawn GP aufgeholt. Eigentlich sollte der Kurs von Sahkir den weißen Autos liegen, denn mechanischer Grip, Bremsen, Traktion und langsame Kurven sind ihre Stärke. "Das haben wir so erwartet", sagt Brawn. "Die anderen verstehen ihre Autos besser und sie haben sie weiterentwickelt. Bei uns kommt erst beim nächsten Rennen in Barcelona eine größere Modifikation."

Zum Schluss kam auch noch Pech dazu. Bei Barrichello löste sich eine Hitzeisolation. Damit strömte die ganze heiße Abluft der Kühler auf die linke Körperhälfte des Brasilianers. "Ich wurde regelrecht gekocht", stöhnte Rubens nach dem Training und zeigte seine Brandwunden. "Das Letzte, was du bei der Hitze brauchst, ist so etwas."

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