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Bridgestone-Gummi macht Probleme

Das Reifenrätsel von Istanbul

Lewis Hamilton Foto: dpa 21 Bilder

Die Reifen gaben den Fahrern am ersten Trainingstag in Istanbul das größte Rätsel auf. Der harte Gummi war bei den meisten Fahrern der schnellere Reifen. Die weichere Bridgestone-Mischung bot dagegen nicht so viel Grip wie erwartet. Das ist eher unüblich.

05.06.2009 Michael Schmidt

Bridgestone hatte sich früh festgelegt: In Istanbul kommen die Reifentypen "soft" und "hard" zum Einsatz. Es ist für die Reifenmixer ein kritischer Kurs. Die Kurve 8 nötigt den Gummiwalzen mit Fliehkräften über 4 g über einen Zeitraum von acht Sekunden alles ab. Deshalb geht Bridgestone mit dem harten Gummi hier lieber auf die sichere Seite.

Der Reifenschaden von Lewis Hamilton 2007 ist den Japanern noch frisch in der Erinnerung. Auch letztes Jahr gab es bei Hamilton Probleme. Er durfte einen Reifensatz nicht länger als 18 Runden fahren, weil man Schäden an der Lauffläche festgestellt hatte.

Überraschende Reifen-Analyse

Die Slicks sind in Kurve 8 nicht ganz so kritisch wie die Rillenreifen. Trotzdem spielen die Reifen eine ganz entscheidende Rolle. Die meisten Fahrer stellten erstaunt fest: Der harte Reifen ist schneller als der weiche. Fernando Alonso analysiert: "Der Weiche hat weniger Seitenstabilität. Er bewegt sich mehr auf der Bremse und in Kurve 8. Da hast du als Fahrer weniger Vertrauen."

Sebastian Vettel bestätigt: "Mit dem weichen Reifen rutscht das Auto hinten ziemlich durch die Gegend." Nach seinem Motorschaden hatte Vettel zwar keine Gelegenheit die weichen Reifen zu fahren, aber umso mehr um die Kollegen zu beobachten. "Wenn sie mit den weichen Reifen mal eine schnelle Runde gefahren sind, mussten sie danach wieder eine langsame zur Erholung einlegen. Im Rennen kannst du dir es aber nicht leisten, allzu viele langsame Runden einzulegen." Alonsos Fazit: "Der weiche Reifen ist für die langen Kurven zu weich."

Glock mit weichen Reifen besser bedient

Timo Glock zählte zu den wenigen, die mit dem weichen Reifen ihre beste Zeit fuhren: "Du musst ihn aber gleich in der ersten Runde nutzen. Danach stürzt er schnell ab." Nico Rosberg differenziert: "Die harten Reifen körnen vorne. Der Weiche lässt hinten schnell nach. Dann hast du nur noch Übersteuern." Bei so undurchsichtigen Verhältnissen ist es am besten, am Auto keine Schraube zu verändern.

"Wir sind praktisch den ganzen Tag mit der gleichen Abstimmung gefahren, um uns nicht selbst zu verwirren", erklärt Alonso. "Die Strecke verändert sich hier stärker als anderswo. Weil außer der Formel 1 keine Rennen stattfinden, ist der Kurs am Anfang immer sehr glatt. Es kommt dann aber mehr Gummi drauf und damit verbessert sich der Grip. Wer viel an seinem Auto verändert, kann am Ende leicht im Wald stehen." So ging es Teamkollege Nelson Piquet: "Wir haben das Setup mehrmals umgebaut und uns im Kreis gedreht. Ich muss heute Abend die Daten studieren, um noch durchzublicken."

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