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Bridgestone

KERS kein Problem für neue Slicks

Foto: Bridgestone

Die Analyse der vergangenen Testtage in Barcelona hat den Reifen-Experten von Bridgestone viel Arbeitet beschert. Neben den Rillenreifen der letzten Saison durften die Teams auch zwei Slick-Mischungen für das nächste Jahr ausprobieren.

20.11.2008 Tobias Grüner

Auch die äußeren Umstände machten es den Ingenieuren nicht leicht. Die neuen Gummis mussten bei kühlen Asphalt-Temperaturen in Barcelona zum Arbeiten gebracht werden. Vor allem die harte Konfiguration bereitete Schwierigkeiten. Da sich der Unterschied in der Härte der beiden Mischungen in der kommenden Saison noch deutlicher unterscheiden wird, bietet ein Reifentyp immer einen deutlichen Nachteil.

Dadurch erhoffen sich die japanischen Kautschuk-Spezialisten mehr Spannung und mehr taktische Möglichkeiten bei den Teams: "Der härtere Reifen sollte auf Dauer konstanter sein, aber zu Beginn nicht so schnelle Runden erlauben. Beim weicheren Reifen sollte es genau anders herum sein", erklärt der technische Leiter Tetsuro Kobayashi.

Viele Variablen im Spiel

Beim ersten Test erschwerten auch die verschiedenartigen Autos die Auswertung der Testergebnisse: "Wir haben viele Daten in den letzten drei Tagen gesammelt und sind immer noch bei der Analyse", berichtet der Bridgestone-Ingenieur. "Es waren so viele Variablen im Spiel: Autos auf dem Stand der abgelaufenen Saison, aktuelle Boliden mit einem simulierten 2009er Abtriebslevel und Fahrzeuge, die bereits mit frühen Versionen des 2009er Aerodynamik-Paktes unterwegs waren."

BMW-Pilot, der als einer von 22 Piloten die neuen Mischungen testete zeigte sich in einem ersten Statement zufrieden. "Durch den Abbau der Flügel verlieren wir viel Abtrieb in schnellen Kurven. Dafür haben wir mit den Slicks deutlich mehr Grip in langsamen Kurven." Somit sollte der Zeitenunterschied zwischen den 2008er Autos und den 2009er Boliden nicht allzu groß ausfallen.

Keine Unterschiede durch KERS

Bei der Aerodynamik ist aber noch lange nicht Schluss mit den Fragezeichen. Auch die Kombination mit dem neuen Hybrid-System konnten die Reifentechniker in Barcelona erstmals unter die Lupe nehmen: "Der zusätzliche Leistungsschub durch das KERS-System sollte keinen großen Unterschied in puncto Reifen-Performance machen", so das erste Fazit Kobayashis. Allerdings müssten die Autodesigner auf die richtige Gewichtsverteilung beim Einbau des Elektromotors und der Speicherbausteine achten.

Noch nicht entschieden habe man über die Markierung der einzelnen Reifenmischungen. Durch den Wegfall der Rillen fällt auch die weiße Linie auf der Oberfläche weg. In einem früheren Test experimentierten die Japaner bereits mit einem farbigen Streifen auf der Reifenschulter.

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