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Bruno Senna

"Sponsordeal spielte keine Rolle"

Bruno Senna - Williams 2012 Foto: Williams 20 Bilder

Bruno Senna besteht darauf, dass Geld nicht der entscheidende Faktor für seine Verpflichtung bei Williams war. Im Interview spricht der Brasilianer über seine Ziele mit dem neuen Team, über Rubens Barrichello und Pastor Maldonado.

17.01.2012
Wie sehen deine Gedanken kurz nach der Bekanntgabe als Williams-Fahrer aus?

Senna: Ich bin wirklich glücklich darüber, Teil eines Teams mit so einer fantastischen Tradition zu sein. Ich bin stolz, dass Williams mich ausgewählt hat, um im sehr wichtigen nächsten Jahr für sie zu fahren. Alle im Team sind extrem motiviert für 2012 und es ist toll, einer der Gründe für diese Motivation zu sein. Es stimmt, dass sie nicht die beste Saison hinter sich haben, aber es ist klar, dass sich das Team auf einem neuen Weg befindet. Alle halten zusammen, um sicherzustellen, dass es dieses Jahr besser wird. Ich hoffe wirklich, dass ich zeigen kann, was ich draufhabe. Nicht nur für das Team sondern auch für mich selbst. Es wird interessant zu sehen, was wir zusammen erreichen können.

Wie sehen die Ziele für 2012 aus?

Senna: Es ist immer schwer, vor dem Start der Saison Ziele zu formulieren. Ich habe mir fest vorgenommen, das Auto zu 100 Prozent ans Limit zu bringen und die maximale Leistung herauszuholen. Von den Daten her sollte das Auto regelmäßig in die Top Ten fahren. Ich werde vom ersten Rennen voll attackieren.

Wie verändert sich die Vorbereitung? Im Gegensatz zu den Jahren bei Hispania und Lotus Renault kannst Du erstmals das komplette Testprogramm mitmachen.

Senna: Es ist wichtig, die Saison auf dem gleichen Level zu starten wie die anderen. Ich muss auf alle Situationen vorbereitet sein. Im letzten Jahr war die Vorbereitung nicht besonders konstant. Ich konnte das Auto nicht richtig kennenlernen. Das sollte sich in diesem Jahr ändern.

Es gibt viele Gerüchte, dass bei Deiner Verpflichtung das Geld eine wichtige Rolle gespielt hat.

Senna: Den ersten Kontakt gab es schon im Rahmen des Rennens in Japan. Seitdem mussten wir jede Menge Tests absolvieren. Zu Beginn war von einem möglichen Sponsordeal noch gar keine Rede. Es ging vor allem darum, herauszufinden, was ich draufhabe. Williams ist zuversichtlich, dass ich das Potenzial besitze.

Hast Du schon mit Rubens Barrichello gesprochen?

Senna: Ich konnte noch nicht mit ihm sprechen. Wir sind gute Freunde. So ist der Motorsport nun mal. Es ganz normal, dass die Leute kommen und gehen. Da spielen persönliche Gründe keine Rolle. Rubens ist ein Profi. Er wird das verstehen.

Was denkst Du über den Renault-Motor, mit dem Du ja schon letztes Jahr unterwegs warst? Wie kann Renault Williams voranbringen?

Senna: Nach ein paar Rennen 2011 habe ich noch nicht allzuviel herausgefunden. Es ist ein gutes Aggregat mit einer guten Fahrbarkeit. Das sollte das Team einen Schritt nach vorne bringen. Als Fahrer brauchst du alle verfügbaren Waffen in einem optimalen Zustand, um im Rennen konkurrenzfähige Zeiten zu fahren. Ich bin mir sicher, dass wir das Auto mit dem Renault noch weiter nach vorne bringen können und es wird interessant für mich, dem Team Feedback aus meiner bisherigen Erfahrung zu geben. Ich hoffe, ich kann dabei helfen, einige Lernstufen zu überspringen.

Was denkst Du über Deinen neuen Teamkollegen Pastor Maldonado?

Senna: Pastor ist ein großartiger Fahrer. Ich bin schon in der GP2 gegen ihn gefahren und wir kamen immer gut miteinander aus. Er war ein harter Gegner in der Vergangenheit und nun wird es sogar noch härter, da wir im gleichen Auto sitzen. Wir werden sicher versuchen uns gegenseitig zu schlagen, aber als Teamkollegen arbeiten wir zusammen um das Team nach vorn zu bringen.

Kannst Du darüber reden, was Du bisher in der Fabrik gemacht hast?

Senna: Ich war vor und nach Weihnachten in der Williams-Fabrik in Grove, um mich im Simulator, auf der Strecke und im Fitnessraum auf Herz und Nieren testen zu lassen. Wir sind dafür sogar auf die Rennstrecke gegangen (nicht in einem Formel 1-Auto). Das Team kann mich nun beurteilen und versteht, wie es das Beste aus mir als Fahrer herausholt. Es ist aber auch sehr nützlich für mich, da ich mich an alle Abläufe gewöhnen konnte, zum Beispiel die Anordnung des Lenkrads zu lernen, bevor ich ins echte Auto steige. Wenn wir mit den Testfahrten beginnen, muss ich darüber nicht mehr nachdenken und kann direkt loslegen und den FW34 fahren.

Hattest Du schon Gelegenheit, mit Deinen neuen Ingenieuren zu arbeiten?

Senna: Wir hatten einen guten Start und ich freue mich schon, in der Saison noch mehr mit ihnen zusammenzuarbeiten. Die Beziehung zwischen einem Fahrer und seinem Ingenieur können Außenstehende nur schwer nachvollziehen. Es benötigt tiefen Respekt, um sich gegenseitig perfekt zu verstehen und zu wissen, wie man am besten zusammenarbeitet, damit vom Start weg alles reibungslos läuft.

Dein Onkel Ayrton ist schon für dieses Team gefahren. Wie wichtig ist das für Dich?

Senna: Das wird sehr interessant, für das gleiche Team zu fahren wie mein Onkel. Einige Leute hier haben ja noch mit ihm zusammengearbeitet. Ich freue mich, dass sie nun mir die Chance gegeben haben mich zu beweisen.

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