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Budapest Grand Prix-Wetter

Bullenhitze gut für Buttons Brawn

GP Deutschland 2009 Foto: Red Bull 60 Bilder

Nach zwei kühlen Rennen kehrt demnächst wieder der Sommer in die Formel 1 zurück. In Budapest soll das Thermometer mal wieder die 30°C-Marke überschreiten. Wir sagen Ihnen, wer von der Hitze in Ungarn am meisten profitiert.

21.07.2009 Tobias Grüner

Das Wetter ist in dieser Saison zu einem entscheidenden Faktor geworden. Die Autos fordern die verschiedenen Reifenmischungen so unterschiedlich, dass kleine Temperaturschwankungen bereits große Wirkung haben können. Besonders deutlich wurde das zuletzt in England und am Nürburgring.

Brawn GP hofft auf Hitze

Als die Quecksilbersäule die 20°C-Marke kaum übertraf, zeigten die Brawn GP-Autos erstmals in dieser Saison Schwächen. Die Boliden von Jenson Button und Rubens Barrichello gehen besonders schonend mit dem Gummi um, was es bei kühlen Temperaturen erschwert, genügend Hitze in die Slicks zu bekommen. WM-Spitzenreiter Button hat wegen seines runden und sauberen Fahrstils besonders damit zu kämpfen.

Während Brawn schwächelte schlug die Stunde der Red Bull. Der RB5 nimmt die Reifen im Gegensatz zur Konkurrenz sehr aggressiv heran und hat deutlich weniger Probleme Temperatur und Grip zu generieren. Deutlich wurde diese Tendenz schon im April in China, als Sebastian Vettel die Reifen auch im Regen von Shanghai zum Arbeiten brachte.

Knapp 30°C am Rennsonntag

In Ungarn erwarten uns jetzt umgekehrte Vorzeichen. Schon für das Freitagstraining haben die Meteorologen Temperaturen von 35°C vorhergesagt. Am Samstag und Sonntag soll es dann knapp unter die 30°C-Marke "abkühlen". Regenschirme können getrost zuhause gelassen werden.

Jenson Button wird diese Prognose mit Freude aufnehmen. Endlich können die Brawn wieder zeigen, was sie drauf haben. Am Nürburgring mussten sie auf der Suche nach Arbeitstemperatur noch während des Rennens Schlangenlinien gefahren. In Ungarn scheinen die Red Bull mehr auf die Reifen aufpassen zu müssen. Erschwerend kommt für das Vettel-Team hinzu, dass Bridgestone die beiden sensibelsten Mischungen "super soft" und "soft" zur Verfügung stellt.

Schwierige Bedingungen für Red Bull

Die Belastung der Pneus auf dem Hungaroring ist mittel bis stark. Vor allem die hinteren Gummis werden wohl als erstes unter Auflösungserscheinungen und dem gefürchteten Körnen leiden. Wegen der vielen engen Kurven machen sich schlechte Reifen schnell in einem großen Zeitverlust bemerkbar. Hier ist weniger die Aerodynamik sondern eher mechanischer Grip gefragt. Für den Red Bull, der vor allem auf schnellen Strecken seine Stärken zeigt, sind das alles nicht gerade optimale Bedingungen. Die Frage ist, ob das zuletzt so überlegene Auto auch unter diesen Voraussetzungen siegen kann.

Neben Brawn freuen sich auch noch andere Teams über die nahende Hitzewelle. Vor allem Toyota fiel in der Kälte zueletzt durch inkonstante Leistungen auf. Nach seinem Podiumsplatz im Vorjahr hat Timo Glock bei warmen Temperaturen deutlich bessere Chancen auf eine gute Vorstellung. Auch bei BMW-Sauber sorgte die Kälte zuletzt für schlechte Stimmung und Fragezeichen. Die Hitze könnte den weiß-blauen Autos helfen, wieder in Form zu kommen. Es könnten sich also einige interessante Verschiebungen im Kräfteverhältnis ergeben.

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