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Sebastien Buemi in Montreal

Führungsrunde und Schumi-Fight

Sebastien Buemi Foto: xpb 37 Bilder

Sebastien Buemi konnte als erster Schweizer seit Clay Regazzoni 1979 wieder mal eine Führungsrunde verbuchen. Mit dem Überholmanöver an Michael Schumacher setzte der Youngster ein weiteres Highlight in Montreal.

13.06.2010 Tobias Grüner

Gerade als von der Red Bull-Führung erste leise Kritik zu hören war, schlug Sebastien Buemi zurück. Von Platz 15 gestartet ging der junge Schweizer als einer der letzten Piloten an die Box und konnte dadurch seine erste Führungsrunde in der Formel 1 verbuchen. Seit 1979 war das keinem Eidgenossen mehr gelungen.

Besonders aufgeregt war Buemi dabei aber nicht. "In einer Runde konnte ich gar nicht viel darüber nachdenken", erklärte der 21-Jährige anschließend nüchtern. "Natürlich will man mehrere Runden an der Spitze fahren, wenn man schon mal führt." Mit Fernando Alonso und Lewis Hamilton im Nacken wurde es jedoch ein kurzes Vergnügen: "Für die Medien sieht es immer besonders aus, wenn man gegen Alonso oder Hamilton kämpft. Aber wenn man fährt, macht es keinen Unterschied, wer hinter einem liegt."

Buemi überholt Schumacher

Allerdings weckte die gute Leistung auch wieder den Kämpfer in Buemi, der zuletzt oftmals viel Pech in den ersten Runden hatte. "Ich will irgendwann Rennen gewinnen. Der achte Platz war gut. Aber in der Zukunft wollen wir uns noch verbessern. Das Team hat eine gute Arbeit abgeliefert. Wir waren immer auf einer guten Strategie. Das war heute nicht einfach."

Am Ende schob sich Buemi durch ein beherztes Manöver ausgerechnet am Silberpfeil von Michael Schumacher vorbei: "Es war schwierig für ihn. Er war ein wenig langsamer zu diesem Zeitpunkt, also konnte ich ihn überholen", versucht der Schweizer die Situation herunterzuspielen.

Schumi-Fight etwas Besonderes

"Es ist klar, dass es für die Medien etwas Besonderes ist, wenn ein 21-Jähriger einen 41-Jährigen überholt. Es hat sich gut angefühlt. Und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es nicht was Spezielles ist, Michael zu überholen. Aber im Cockpit denkt man da erstmal nicht dran."

Im Rennen hat sich Buemi wie ein alter Hase verhalten. Auch mit den Reifen kam der Youngster im Gegensatz zu vielen anderen Piloten gut zurecht. Viel zu lernen gibt es nicht mehr: "Wenn man bedenkt: Michael Schumacher ist 41 Jahre alt und er hat diesbezüglich keinen besseren Job gemacht als ich", sagt Buemi selbstbewusst.

Buemi clever mit den Reifen

"Man versucht einfach nicht so viel zu rutschen. Vor allem den harten Reifen habe ich im zweiten Stint versucht zu schonen, weil ich wusste, dass er lange halten muss. Sonst hätte ich zu früh auf die weichen Reifen wechseln müssen. Ich wollte am Ende eigentlich fünf, sechs Runden länger warten, aber das Team hat mich dann früher reingeholt. Wenn Liuzzi schneller an Schumacher vorbeigegangen wäre, hätte es am Ende vielleicht noch mal eng werden können."

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