Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Button feiert Honda-Rekord

"Wir kommen vom Nirgendwo"

Jenson Button - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 27. Februar 2015 Foto: xpb 24 Bilder

So gelöst hat man Jenson Button nicht mehr gesehen, seit er zum ersten Mal in den McLaren stieg. Der Engländer schaffte mit 101 Runden den neuen Distanz-Rekord für McLaren-Honda. Mit 1.25,590 Minuten war der Engländer auch so schnell unterwegs wie nie zuvor.

27.02.2015 Michael Schmidt

Das passiert Jenson Button selten. Bei der Fragestunde mit den Ingenieuren im abschließenden Technik-Briefing konnte sich der Engländer gar nicht mehr an alle Details des Tages erinnern. Button war es einfach nicht mehr gewohnt, so viel Runden an einem Testtag zu drehen. Nach 7 Runden am Donnerstag steigerte sich das von unzähligen Pannen geplagte Projekt über Nacht auf 101 Runden. Button scherzte: "Für mich fühlte es sich an wie 1.000 Runden." Ganz am Ende stoppte ein Elektrikdefekt den McLaren. Der war aber schnell behoben. "Wir haben den Motor in der Garage kurz danach wieder angelassen."

Button erleichtert

Button stand die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Das war die totale Kehrtwende einer Pleiten-Story. Sieben Defekte an neun Tagen. 961 Kilometer in dieser Zeitspanne. Mercedes kratzte da schon an der 5.000er Grenze. Und plötzlich war der McLaren-Honda kein Pannenfahrzeug mehr, sondern ein ganz normales Rennauto. Das erinnerte an 2011, als bei McLaren auch erst kurz vor Saisonbeginn der Knoten aufging. Button widersprach: "Das ist keine Wende, weil wir im Gegensatz zu damals von Nirgendwo herkommen. Für uns gibt es nach einem Start bei Null nur Fortschritt."

Zum ersten Mal konnte McLaren Programmpunkte abhaken, die andere schon längst hinter sich gebracht haben. Longruns mit vollem Tank über 12 Runden. Startübungen. Boxenstopps. "Wir haben noch so viel Arbeit vor uns. Heute war der erste Tag, an dem wir Setup-Arbeit erledigen konnten. Das Auto macht einen guten Eindruck, aber ich brauche noch ein bisschen Zeit, bis ich es auf meinen Fahrstil getrimmt habe. Der MP4-30 hat eine völlig andere Aerodynamik-Philosophie. Es fühlt sich wie eine andere Kategorie von Auto an. Aber wir wissen, dass dieser Weg uns an die Spitze bringen wird. Mit dem alten Konzept standen wir an."

Button hofft jetzt auf zwei gute Tage. "Das war keine Eintagsfliege heute, sondern das Ergebnis harter Arbeit. Die Honda-Jungs haben sich einfach nicht beirren lassen. Wir werden sicher noch das ein oder andere Problem bekommen, aber ich will daran glauben, dass wir ab jetzt normal testen und den Rest des Standprogramms abspulen können." Honda gab auch am zehnten Testtag noch nicht die volle Power frei. Erst Ersatzfahrer Kevin Magnussen soll am Samstag in den Genuss der endgültigen Motorversion kommen. Und am Sonntag dann Button.

Trotz der Einschränkungen lobt Button: "Wir haben einen riesigen Schritt bei der Fahrbarkeit getan. Doch es gibt auch noch viele Dinge zu lernen. Wie wir Energie speichern, abgeben, das Drehoment kontrollieren." Button will nicht darüber spekulieren, wo McLaren beim Saisonauftakt landen könnte. "Wir wissen, dass wir noch weit weg sind. Der Fortschritt von heute aber macht Mut. Weil wir jetzt spüren, dass es in die richtige Richtung geht."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden