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Button hinter Mercedes

"Wir haben nicht das schnellste Auto"

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - Bahrain - Test - 21. Februar 2014 Foto: ams 68 Bilder

McLaren hinterlässt weiter einen guten Eindruck. Am dritten Testtag von Bahrain wurde Jenson Button nur von Lewis Hamilton im Mercedes geschlagen. Die Zuverlässigkeit stimmt auch. Button absolvierte eine Renndistanz ohne größere Probleme.

21.02.2014 Tobias Grüner

Nach einem Seuchenjahr gehen die Mundwinkel im McLaren-Lager langsam wieder nach oben. Der MP4-29 scheint deutlich konkurrenzfähiger zu sein als sein Vorgänger. "Die Basis stimmt. Kein Vergleich zum letzten Jahr", strahlte Jenson Button nach seinem Auftritt am Freitag (21.2.2014) in Bahrain. "Dieses Auto fährt auf der Geraden auch in einer geraden Linie und springt nicht herum. Man weiß, wo es hinfährt, wenn man in eine Kurve einlenkt."

Button erwartet Mercedes stark

Nach der Bestzeit von Teamkollege Kevin Magnussen am Vortag wurde Button bei seinem Einsatz nur von Lewis Hamilton geschlagen. Ungläubig schaute Button auf die sieben Zehntel Rückstand. "Da scheint es ein Team zu geben, das definitiv genug Abtrieb hat. Wir wissen, dass wir nicht das schnellste Auto haben. Aber wir wissen auch, dass wir nicht langsam sind."
 
Das gute Gefühl ist aber kein Ruhekissen für den Briten. "Die Lücken im Feld sind momentan noch riesengroß. Ich erwarte aber, dass der Abstand bis Melbourne noch schrumpft." Button erwartet auch, dass die Saison bis zum Ende spannend bleibt. "Ich habe schon eine gute Vorstellung, wer in Melbourne auf der Pole steht. Aber man kann nicht sagen, wer die Meisterschaft gewinnt. Die Autos werden sich über das Jahr so stark verändern, wie selten zuvor. Es wird massiv an Abtrieb zugelegt. Das macht die ganze Sache aufregend."

Renndistanz mit Spritsparen und Reifenproblemen

Nicht nur in Sachen Rundenzeit sieht es ordentlich für McLaren aus. Auch die Zuverlässigkeit scheint zu passen. Nach den schnellen kurzen Runs absolvierte Button am Nachmittag noch eine komplette Renndistanz. 17 Runden auf Supersoft, 12 Runden auf Soft und 30 Runden auf der Medium-Mischung. Gestoppt wurde der McLaren nur von einer roten Flagge. Eine Lotus-Panne sorgte für die ungelegene Unterbrechung.

Am Ende des Tages probierte Button auch noch die harte Mischung aus. Die vier verschiedenen Mischungen verhielten sich allerdings nicht ganz wie erwartet. "Manchmal waren die Reifen zu kalt, manchmal zu heiß. Das hat auch viel mit dem Spritsparen zu tun. Das wird mit den Reifen sehr schwierig dieses Jahr - besonders hier bei dem Nachtrennen."

Spritsparen hieß das große Thema bei der Rennsimulation. Der Verbrauch musste immer im Auge behalten werden. Am Ende blieb Button unter dem Limit von 100 Kilo für die Grand Prix-Distanz. "Beim Testen ist das auch relativ einfach. Man fährt einfach langsam herum", so Button. Allerdings hatte sein Renningenieur jede Menge Arbeit während der Dauerlauf-Übung.

Mercedes-Motor klingt anders

"Es gibt so viele verschiedene Arten, wie man Sprit sparen kann. Man muss fast schon in jeder Kurve absprechen, wie man schaltet, wann man früher vom Gas geht und wo die Bremspunkte liegen. Das Fahrgefühl ist in jeder Runde anders. Die Kommunikation ist so wichtig dieses Jahr. Es ist hier beim Testen schon schwer für die Ingenieure, aber wenn bei einem Rennen dann noch 21 Autos und Strategie dazu kommt, dann wird es richtig stressig."
 
Der gute Auftakt in die Testsaison hat die Stimmung bei McLaren wieder belebt. Das schlechte Vorjahr scheint vergessen. "Wir sind wieder heiß", strahlt Button. Nur mit den Motorsounds kann sich der Routinier noch nicht so anfreunden. "Die neuen Autos klingen nicht so gut. Ich vermisse den Sound der V8. Vorher der Sound von den V10 war noch besser. Das war einfach nur wunderbar. Die neuen Autos machen jede Menge unterschiedlicher Geräusche - mit dem Turbo und dem Wastegate. Renault und Ferrari klingen nach richtigen Motoren, unser Antrieb klingt anders. Solange es schnell ist, ist mir das aber egal."

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