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Button macht 2017 Pause

Vandoorne fährt 2017 McLaren

Jenson Button & Stoffel Vandoorne Foto: sutton-images.com 68 Bilder

Jenson Button hat in Monza offiziell erklärt, dass er 2017 eine Formel 1-Pause einlegen wird. Der Brite macht damit bei McLaren den Weg frei für Stoffel Vandoorne. Button könnte aber schon 2018 wieder in die Formel 1 zurückkommen.

03.09.2016 Tobias Grüner

Um 16.40 Uhr platzte im McLaren-Motorhome die Bombe. Statt der üblichen Presserunde zum Qualifying-Ergebnis griff sich Jenson Button das Mikrofon. Zur Überraschung aller verkündete der Brite, dass er einen neuen Zweijahres-Vertrag bei McLaren unterschrieben habe. Das Wichtigste schob der Weltmeister von 2009 aber in einem Nebensatz nach: „Ich werde 2017 in der Rolle des Teambotschafters arbeiten.“

Die zahlreichen Journalisten hatten gerade das Wort „Rücktritt“ über die sozialen Netzwerke in die Welt geschickt, da überraschte Button ein zweites Mal. „Für 2018 hat das Team eine Option, mich wieder als Stammfahrer einzustellen.“ Es handele sich also nur um eine kleine Auszeit und nicht um einen kompletten Abschied. In der Sommerpause hatte sich Button diese Lösung überlegt. In Spa gab es die ersten Gespräche mit McLaren-Boss Ron Dennis. In Monza konnte man sich endlich einigen.

Button macht ein Jahr Formel 1-Pause

„Ich brauche jetzt einfach mal ein Jahr Pause. Ich möchte mich nicht mehr dem Formel 1-Zeitplan unterwerfen, sondern das machen, worauf ich Lust habe. Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie verbringen. Ich möchte aufstehen, wann ich will. Wie bekannt ist, liebe ich Triathlons und Radfahren. Es gibt jede Menge Dinge, die ich machen will“, begründete der Brite den Schritt.

„Ich habe die Formel 1 gelebt und geatmet, seitdem ich 19 Jahre alt war. Man kommt zu den Rennwochenenden. Der Rest der Zeit ist entweder Vorbereitung oder Erholung von den Rennen. Ich freue mich schon auf die Auszeit. Das gibt mir die Möglichkeit, ein komplett neues Leben zu führen. Die Formel 1 wird immer ein Teil meines Lebens sein. Wie es in der Zukunft aber genau weitergehen wird, kann ich nicht sagen.“

Sollte einer der beiden Stammpiloten 2017 ausfallen, wird Button als Ersatzmann einspringen. Er wird weiter im Team involviert sein und seine Meinung einbringen. „Ich werde alles dafür tun, dass dieses Team besser wird. Ich werde im Simulator sitzen und weiter hart trainieren, wie ich es noch nie getan habe. Ich werde auch jede Menge Rennen besuchen, um meinen Input zu geben“, erklärte der Teilzeit-Aussteiger.

Vandoorne bereit für McLaren-Stammcockpit

Ganz freiwillig kam die Pause aber nicht. Der Grund für den ungewöhnlichen Abschied auf Raten hat einen Namen: Stoffel Vandoorne. Das belgische Supertalent hatte zuletzt öffentlich eine schnelle Entscheidung von McLaren zu seiner Zukunft gefordert. Der GP2-Champion von 2015 meldete seinen Anspruch auf ein Stammcockpit für die kommende Saison an. Anderenfalls drohte er damit, das Team zu verlassen.

Das Risiko konnte McLaren-Boss Ron Dennis nicht eingehen. „Ich bin mir sicher, dass Stoffel noch viele Jahre ein McLaren-Fahrer sein wird“, erklärte der Chef. Vandoorne selbst bedankte sich artig beim Chef: „Ich träume schon seit meiner Kindheit von der Formel 1. Jetzt geht ein Traum in Erfüllung. Den ersten F1-Vertrag zu unterschreiben ist unbeschreiblich. Ich freue mich schon auf die Herausforderung.“

„Ich trete natürlich in große Fußstapfen. Als junger Fahrer wird das sicher nicht leicht. Ich habe aber dieses Jahr ganz genau verfolgt, wie sie arbeiten. Ich habe dabei viel gelernt. Jetzt bringen wir das Team zu dritt nach vorne. Ich denke, dass wir so sehr erfolgreich sein werden“, so Vandoorne.

Ist Vandoorne der neue Hamilton?

Für Fernando Alonso wiederholt sich dabei die Geschichte 2007. Damals bekam er mit Lewis Hamilton ebenfalls einen Rookie aus dem McLaren Nachwuchskader zur Seite. „Stoffel ist kein Brite“, scherzte Alonso auf die bekannte Situation angesprochen.

Die neue Lösung ist nicht nur perfekt für Jenson Button, sondern auch für McLaren. Falls Fernando Alonso wie befürchtet nach der Saison 2017 seine Koffer packen sollte, gibt es mit der Option auf Button immerhin noch ein Sicherheitsnetz.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal die Highlights aus der Karriere von Jenson Button.

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