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Button über Magnussen

"McLaren Sprungbrett oder Karriereende"

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP USA - 14. November 2013 Foto: xpb 63 Bilder

Jenson Button bekommt 2014 wieder einen neuen Teamkollegen. Nach Lewis Hamilton und Sergio Perez nun also den Rookie Kevin Magnussen. Button hält große Stücke auf den 21-jährigen Dänen. Kann Magnussen ein zweiter Hamilton werden? Button meint: "Das Pendel kann in beide Richtungen ausschlagen."

15.11.2013 Michael Schmidt

Jenson Button ist jetzt seit 14 Jahren in der Formel 1. Ihn kann nichts mehr aus der Ruhe bringen, auch die Kündigung von Sergio Perez nicht. "Ich habe in all den Jahren gelernt: Die Formel 1 ist immer für Überraschungen gut. Ich hätte weder Sergios Ablöse erwartet noch vor einem Jahr, dass Lewis das Team verlässt. Aber mit der Zeit lernst du mit solchen Überraschungen umzugehen."
 
Der 33-jährige Engländer gibt zu, dass er seinen neuen Teamkollegen nicht besonders gut kennt, auch wenn Kevin Magnussen seit Jahren zum McLaren-Talentprogramm gehört. "Ich habe seinen Vater Jan besser gekannt. Er hat zwei Jahre bevor ich in der Formel 1 anfing mit dem Rennsport aufgehört."

Magnussen gut vorbereitet

Button hat sich aber die Testberichte und die Daten genau durchgelesen, die sein künftiger Teamkollege bei den Testfahrten 2012 in Abu Dhabi, beim Young Drivers Test 2013 in Silverstone und kürzlich beim Pirelli-Reifentest in Vallelunga produziert hat. "Er ist schnell und sein Feedback ist für die geringe Erfahrung, die er hat, außergewöhnlich gut.“
 
Button versucht sich an sein erstes Jahr zu erinnern, als er nach einem Jahr Formel 3 2000 bei Williams ins kalte Wasser geworfen wurde und aus dem Stand Ralf Schumacher unter Druck gesetzt hat. "Kevin kommt mit mehr Rennen aus den kleinen Kategorien in die Formel 1 als es mir vergönnt war. Dafür konnte ich vorher mehr mit dem Formel -Auto testen. Er kennt aber das Team, und er sitzt regelmäßig im Simulator. Somit ist er gut vorbereitet."

Erfahrung kommt erst während der Saison ins Spiel

Ist 2014 mit der großen Regelreform nicht ein zu heißes Pflaster für einen Rookie? Ja und nein, sagt Button: "Erfahrung zählt nicht ganz so viel wie bei mir damals 2000. Es ändert sich alles. Deshalb beginnen alle bei Null. Auch ich. Die Erfahrung kommt erst wieder während der Saison ins Spiel, wenn du das Auto weiterentwickeln musst. Dann ist dein Knowhow gefragt. In den Rennserien unterhalb der Formel 1 lernt man das heute nicht mehr. Auch weil die ganzen elektronischen Werkzeuge fehlen."
 
Der Schuss kann laut Button auch nach hinten losgehen. "Es ist ein großes Risiko. Du kannst deine Karriere im ersten Jahr beenden, und es kann ein riesiges Sprungbrett sein. Die Tatsache, dass Magnussen diese Herausforderung annimmt, spricht für sein gesundes Selbstbewusstsein."

Magnussen Mischung aus Hamilton und Vettel

Bei McLaren hört man nur lobende Worte über den Sohn von Jan Magnussen, der 1995 ein Rennen als Häkkinen-Ersatz für McLaren fuhr und von 1997 bis 1998 24 GP-Einsätze für Stewart bestritt. Das Highlight war Platz 6 beim GP Kanada 1998. "Immer, wenn sich Magnussen ins Auto setzt, ist er schnell. Und zwar beständig schnell", applaudiert Sportdirektor Sam Michael.

Teamarzt Aki Hintsa geht sogar noch weiter. Er betreut Magnussen seit zwei Jahren. "Der Junge hat das Weltmeister-Gen im Kopf. Er weiß, worauf es ankommt, und er trifft zielorientierte Entscheidungen. Für mich ist er eine Mischung aus Lewis Hamilton und Sebastian Vettel."

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