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Button überholt unter roten Flaggen

Drei Plätz Strafe für Austin-Rennen

Jenson Button - McLaren - Formel 1 - GP USA - 15. November 2013 Foto: xpb 105 Bilder

Jenson Button hat sich das Leben in Austin selbst schwer gemacht. Weil er im ersten Training unter roten Flaggen überholt hat, stuften ihn die FIA Kommissare für das Rennen 3 Plätze zurück.

15.11.2013 Tobias Grüner

Im ersten Training war es für die Piloten nicht einfach den Durchblick zu behalten. Erst hüllte dichter Nebel die Strecke vor den Toren von Austin ein. Dann gab es Probleme mit dem Rettungshubschrauber. Die Sitzung begann mit Verspätung und musste nach nur 16 Minuten wieder gestoppt werden. Als die roten Flaggen geschwenkt wurden, verlor der Weltmeister von 2009 offenbar die Geduld.

Absolutes Überholverbot unter rot

Wie die TV-Bilder zeigen, musste Button das Signal zum Abbruch eindeutig gesehen haben. Doch als vor ihm Neuling Daniil Kvyat im Toro Rosso seine Fahrt verlangsamte, raste der McLaren-Pilot auf der langen Gegengeraden einfach vorbei. Dabei bedeuten rote Flaggen in der Theorie: Gefahr auf der gesamten Strecke, Fahrt verlangsamen, absolutes Überholverbot.
 
Die FIA-Kommissare ließen Button deshalb in der Mittagspause zum Rapport antreten. Offenbar hatte der Pilot keine gute Ausrede für sein Überholmanöver parat. Deshalb fiel das Urteil auch relativ hart aus. Der Engländer wird beim Start zum Rennen am Sonntag 3 Plätze nach hinten versetzt.

Button akzeptiert frustrierende Strafe

Button akzeptierte die Strafe ohne zu Murren: "Ich habe unter roten Flaggen überholt. Das war natürlich mein Fehler. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass es keine gefährliche Situation war. Ich habe es natürlich auch nicht absichtlich gemacht. Das Auto vor mir hat einfach verlangsamt. Aber Regeln sind Regeln. Ich hätte mir natürlich gewünscht, die Roten Flaggen wären gar nicht erst gezeigt worden, weil der Helikopter nicht da war. Das ist frustrierend für mich, weil ich mir das Leben schon in den letzten Rennen nicht leicht gemacht haben."

Bis auf die dumme Strafe war Button mit dem Trainingstag in Austin aber zufrieden. "Wir haben einige Dinge mit dem Setup ausprobiert. Einiges davon hat sich sehr positiv ausgewirkt. Einiges war nicht so gut. Für den Run mit den weichen Reifen hat die Balance nicht ganz gestimmt. Wir sind trotzdem nur 3 Hundertstel von Platz 6 entfernt. Das Auto fühlt sich gut an. Ich hoffe, wir können uns noch weiter verbessern und bekommen das Qualifying ordentlich hin. Im Longrun sind wir auf einem Niveau mit Ferrari und McLaren und ähnlich wie Sauber."

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