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Formel 1: Jenson Button klagt

"Wieso wurde Massa nicht bestraft?"

Force India Foto: xpb 23 Bilder

Alle erwarteten das große Verkehrschaos in der ersten Qualifikationsrunde. Es gab keine Klagen, trotz 23 Autos auf der Piste. Dafür ging es im Top Ten-Finale zur Sache. Die Zusammentreffen zwischen Button und Massa, Rosberg und Schumacher schlugen die größten Wellen.

15.05.2010 Michael Schmidt

Fernando Alonsos Unfall im dritten Training nahm der ersten K.O.-Runde in der Qualifikation ihren Schrecken. Damit war der eine Fahrer bereits gefunden, der zusammen mit den sechs Autos der neuen Teams absteigen musste. Alonso schaute am Nachmittag nur zu.

Ansonsten gab es in Q1 keinerlei Klagen. Die erfolglose Kampagne der Fahrer, die erste K.O.-Runde in zwei Gruppen zu splitten, erwies sich als Sturm im Wasserglas. Robert Kubica winkte ab: "Ohne Fernando war es easy. Ich bin mit einem Satz harter Reifen das ganze Training gefahren und hatte mehr freie Runden, als ich erwartet hatte."

Im Q3 wurde es plötzlich eng

Der Ärger begann erst in Q3. Das lag daran, dass nur Robert Kubica sich zwei Satz weiche Reifen für das Top Ten-Finale aufgehoben hatte. Während der Pole seine beiden Ausfahrten à je zwei Versuche einsam auf der Piste abspulte, braute sich für den Rest alles in den letzten fünf Minuten zusammen. Jeder hatte einen Satz Reifen und konnte zwei Schüsse damit abfeuern.

Zwischen den Kurven Rascasse und Anthony Noghes staute sich logischerweise die schnelle Karawane, weil dort jeder versuchte Abstand zum Vordermann zu lassen, gleichzeitig aber einen anderen Kollegen im Genick hatte, der aber bereits auf seiner schnellen Runde unterwegs war. Jenson Button und Felipe Massa sowie Nico Rosberg und Michael Schumacher sind die prominentesten Beispiele.

McLaren als Verkehrshindernis

Button kochte nach der Qualifikation, die für ihn mit dem enttäuschenden Platz acht endete: "Wieso haben sie Massa nicht bestraft?" Massa stand dem McLaren vor der letzten Kurve wie ein Hindernis im Weg. "Er hat Platz geschaffen nach vorne, ich kam von hinten angeflogen. Deutlicher geht es nicht", ereiferte sich Button.

Der Weltmeister gab jedoch zu, dass selbst eine Runde ohne Behinderung ihn in der Startaufstellung nicht weiter nach vorne gebracht hätte. "Meine schnellste Runde war meine letzte." Massa war sich keiner Schuld bewusst: "Ich hatte selbst ein langsames Auto vor mir. Als ich Jenson im Rückspiegel sah, habe ich beschleunigt."

Rosberg entschuldigt sich bei Schumacher

Der Zwist bei Mercedes endete mit einer Entschuldigung. "Ich bin gleich zu Michael gegangen", sagte Nico Rosberg. "Ich hoffe, er hat sie angenommen." Der Rekordsieger nickte gnädig. Die Fahrer gaben dem Team die Schuld. Falsches Timing, schlechte Information. "Nico konnte nicht wissen, dass ich schon so nah war." Rosberg jammerte: "Ich lag im Sandwich zwischen Barrichello und Michael. Wo sollte ich hin?"

Sebastian Vettel wurde auch ein Opfer vom Verkehr: "Es war schon überraschend, dass bei nur zehn Autos auf der Piste, soviele Autos im Weg standen." Den Red Bull-Piloten traf es weniger auf seinen schnellen Runden, sondern beim Anfahren der Reifen. "Wenn du nicht dein Tempo fahren kannst, ist es nicht ideal, die Reifen für deine schnelle Runde zu konditionieren."

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