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Button verweigert Hamilton Hilfe

Button will Titel noch nicht aufgeben

Button und Hamilton Foto: McLaren 68 Bilder

McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh ist sich sicher, dass Jenson Button seinem Teamkollegen Lewis Hamilton im WM-Kampf unterstützen wird. Doch Button selbst wollte davon nichts wissen. Solange es rechnerische Chancen gibt, will er weiter um den Titel kämpfen.

28.10.2010 Tobias Grüner

Die Zeit von Jenson Button als amtierender Formel 1-Weltmeister läuft langsam ab. Bei 42 Punkten Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso hilft dem Fünftplatzierten jetzt nur noch ein Wunder. Sonst droht das Unternehmen Titelverteidigung schon beim GP Brasilien zu scheitern. Viele erwarten, dass Button in den letzten beiden Rennen seinen besser platzierten Teamkollegen Lewis Hamilton unterstützt.

Teamchef Martin Whitmarsh kündigte bereits an: "Jenson wird Lewis seine Hilfe freiwillig anbieten. Weil er weiß, dass wir ihn das ganze Jahr fair behandelt haben. Und weil er weiß, dass ihn nur noch ein Wunder retten kann." Auch die Konkurrenz rechnet damit, dass McLaren alles auf Hamilton setzt. "Bei der Konstellation von McLaren muss man nicht lange darüber nachdenken", erklärte Red Bull-Teamchef Christian Horner.

Button will noch nicht aufgeben

Der Betroffene selbst sieht das aber scheinbar etwas anders. So einfach will sich Jenson Button nicht ins zweite Glied rücken lassen. "Wenn es rechnerisch keine Chance mehr auf den Titel gibt, dann würde ich für Lewis fahren", erklärte der Routinier im Interview mit der BBC und gibt dabei zu: "Meine Meisterschaftschancen sehen ziemlich schlecht aus, wenn die anderen keine größeren Probleme haben."

Bei 50 noch zu vergebenen Punkten und 42 Zählern Rückstand sieht der Engländer aber noch längst keinen Grund, aufzugeben. "Man gewinnt keine Titel, wenn man sich einfach zurücklehnt und sagt: Das war es. Solange ich die WM noch rechnerisch gewinnen kann, muss ich weiter kämpfen."

Räikkönen-Aufholjagd 2007 als Vorbild

Jenson Button hat die Hoffnung also noch längst nicht aufgegeben. Die jüngere Formel 1-Vergangenheit gibt dem 30-Jährigen Hoffnung, das Wunder doch noch zu schaffen. "Jeder spricht noch über Kimi (Räikkönen) und die Art, wie er 2007 die Meisterschaft für sich entschieden hat. Und so etwas ist schon vorher mehrmals passiert. Man muss sich nur mal die Red Bulls in Korea anschauen. Die haben so viele Punkte verloren. Das zeigt, dass sich das Blatt sehr schnell wenden kann. Ich will damit nicht sagen, dass es leicht wird. Aber es gibt noch eine kleine Chance. Das reicht mir, um weiter Vollgas zu geben."

Das von McLaren eine Anweisung kommen wird, ab dem GP Brasilien für Lewis Hamilton zu fahren, glaubt Button nicht. "Man wird mich nicht danach fragen. Wenn ich rechnerisch keine Chance mehr hätte, würde ich von selbst alles für das Team machen. Da müsste man mich auch nicht extra fragen."

Unterschied zwischen rechnerischer und realistischer Chance

Selbst BBC-Experte Martin Brundle zeigte sich etwas verwundert über die klaren Aussagen des McLaren-Piloten und fragte deshalb noch einmal beim Champion nach: "Es ist also ein deutlicher Unterschied zwischen einer realistischen Chance und einer mathematischen Chance auf den Titel?" Worauf Button antwortete: "Definitiv. Wenn sich Kimi 2007 einfach zurückgelehnt hätte, dann hätten wir jetzt einen anderen Weltmeister."

Jenson Button reist zwar nicht mit dem Gedanken nach Brasilien, seinem Teamkollegen im WM-Kampf zu unterstützen, doch die Situation könnte sich im Rennen schnell ändern. Wenn Fernando Alonso nur Sechster wird, sind auch die letzten Titelträume bereits zerplatzt. Dann sind sowohl die realistischen als auch die rechnerischen Chancen gleich null.

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