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Carlos Sainz kritisiert Formel 1

"Bin hier schon in schnelleren Autos gefahren"

Carlos Sainz - Danis Bilderkiste - Formel 1 - GP Bahrain 2015 Foto: Daniel Reinhard 90 Bilder

Die Formel 1 war am Freitag in Barcelona fast eine Sekunde langsamer als im Vorjahr. Die Gründe hierfür waren vielfältig. Aufgrund der langsamen Zeiten übte Carlos Sainz Kritik. Mit dem Auftakt sind er und sein Toro Rosso-Teamkollege Max Verstappen zufrieden.

08.05.2015 Andreas Haupt

Während des Qualifyings der Nachwuchsserie GP2 rieben sich die Journalisten ein wenig verdutzt die Augen. Stoffel Vandoorne holte sich in Barcelona die Pole-Zeit in 1:29.273 Minuten. Damit war der junge Belgier nur rund 2,4 Sekunden langsamer als Lewis Hamilton und Nico Rosberg in ihren schnellsten Runden des Tages. Einige Piloten blieben gar über dem GP2-Zeiten. Auf die langsamen Rundenzeiten der Formel 1 angesprochen, sparte Carlos Sainz nicht mit Kritik. "Ich bin hier schon in schnelleren Autos gefahren. Es ist nicht sehr schön im Cockpit, wenn man so langsam fährt."

Strecke in F1-Trainings in schlechtem Zustand

Die Gründe für die schwächelnde Performance sind vielfältig. Es ist ein Zusammenspiel aus einer nicht optimalen Strecke, hohen Temperaturen und den Reifen. Im ersten Training rutschten die Autos noch viel umher, da die Piste schmutzig war. Im Verlauf des Tages besserte sich die Lage. Allerdings stiegen auch die Temperaturen, was die Rundenzeiten wieder einbremste. Nico Rosberg erzielte im ersten Training eine Zeit von 1:26.828 Minuten auf den harten Reifen. Sie sind laut Pirelli rund 1,5 Sekunden langsamer als die weicheren Mediums. Trotzdem fehlten dem schnellsten im zweiten Training, Lewis Hamilton, 24 Hundertstel auf die Rosberg-Marke.

Carlos Sainz führt die warmen Wetterverhältnisse am Nachmittag mit fast 30 Grad Außen- und knapp 50 Grad Asphalttemperatur zwar als "Spaßbremse" mit an, allerdings nimmt er auch die Pirelli-Reifen ins Visier. "Sie sind aus meiner Sicht zu hart." In dasselbe Horn bläst auch Pastor Maldonado von Lotus. "Die harten Reifen sind vielleicht ein bisschen zu hart."

Pirelli rechtfertigt Reifenwahl

Pirelli-Sportchef Paul Hembery rechtfertigt die Wahl der zwei härtesten Mischungen. "Mit Temperaturen wie bei den Wintertests könnten wir locker mit Medium und Soft fahren. Aber bei 50 Grad Streckentemperatur ist das nicht möglich." Die GP2 fährt im Gegensatz zur Formel 1 mit weicheren Gummis. Weil die geringere Power die Reifen weniger belastet. Die guten Rundenzeiten lassen sich außerdem damit erklären, dass die Formel 1-Renner mit ihren Longruns am Nachmittag für die GP2 die Strecke sauber fuhr.

Trotz der schwierigen Verhältnisse zog Sainz ein positives Fazit. Die Toro Rosso sind in Barcelona vorne dabei. Im Gegensatz zum letzten Rennen in Bahrain. Der Spanier belegte in den Trainings die Plätze fünf und neun. "Angesichts der Streckenverhältnisse war unsere Balance ganz gut. Wir haben einen positiven Start erlebt, können aber noch zulegen. Die Updates arbeiten gut."

Im ersten Training ließ Sainz seinen Teamkollegen Max Verstappen noch hinter sich. In der zweiten Einheit drehte der Niederländer den Spieß um und wurde seinerseits Sechster. Mit über sechs Zehnteln Vorsprung auf Sainz. "Ich hatte zwei Probleme, auf die ich aber nicht näher eingehen darf. Ansonsten reißt mir mein Team den Kopf runter", rechtfertigte sich der Lokalmatador. "Wir werden morgen eine neue Motorenspezifikation fahren. Dann sollte es noch besser gehen."

Red Bull wohl zu schnell für Toro Rosso

"Ich habe ein gutes Balance im Auto", äußerte sich Verstappen. Warum es für Toro Rosso besser als noch zuletzt lief, dafür hatte er eine einfache Erklärung. "Unser Auto ist für die mittelschnellen und High-Speed-Kurven gemacht. Auf dieser Strecke sind wir nicht so vom Motor abhängig wie noch in Bahrain oder China."

Verstappen hofft im Qualifying auf den Sprung in Q3. Und im Rennen auf eine gute Platzierung. "Wir haben eine ziemliche Lücke nach hinten. Das stimmt mich zuversichtlich." Daran, dass Schwesterteam schlagen zu können, glaubt er aber nicht. "Red Bull sollte hier schneller sein als wir. Sie haben ein großes Update mitgebracht. Wenn wir nahe an ihnen dran sein können, wäre ich glücklich."

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